1993 stand Karin Thaler für das "Traumschiff" vor der Kamera. Doch hinter den Kulissen kämpfte sie mit einer Krise. Das TV-Publikum kennt Karin Thaler vor allem als Marie Hofer aus den "Rosenheim-Cops". Dass hinter ihrer Karriere auch eine Zeit steckt, die sie an ihre Grenzen brachte, hat sie nun in ihrer Autobiografie "Stark, weil ich stark sein musste" offenbart. Darin blickt die Schauspielerin auf einen "Traumschiff"-Dreh zurück, der nach außen hin ein Höhepunkt war. 1993 stand Karin Thaler für die ZDF-Reihe vor der Kamera. Während sie am Set lächelte, hatte sie innerlich zu kämpfen: "Ich fühlte mich wie ein Hollywoodstar und minderwertig zugleich. War ich es überhaupt wert, hier zu sein?", schreibt sie in dem Buch. Mutter in Haft: "Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler hielt dennoch zu ihr Trotz ZDF-Erfolg: "Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler bekommt keine Jobs mehr Der Grund für diese innere Zerrissenheit lag in der Familie. Thalers Mutter hatte eine Spielsucht entwickelt und über Jahre hinweg Geld aus einem Unternehmen entnommen, um Casinobesuche zu finanzieren. Am Ende belief sich die Summe auf fast 200.000 Mark. Karin Thaler erfuhr davon durch einen Brief einer Kollegin ihrer Mutter."Ich konnte nicht fassen, was ich da hörte", erinnert sie sich. Familiendrama machte Karin Thaler zu schaffen Als ihre Mutter ins Gefängnis kam, befand sich die Schauspielerin mitten im Dreh. Im Interview mit "spot on news" schilderte sie die Situation: "Ich musste funktionieren, in den Rettungsmodus gehen, einen Anwalt finden, mit der Polizei sprechen – und parallel bin ich zurück ans Set gehetzt, lächeln und Leichtigkeit vorspielen. Das war eine völlig kranke Situation. Ich musste kämpfen und überleben." Um ihre Mutter vor einer Gefängnisstrafe zu bewahren, übernahm Karin Thaler die Bürgschaft für die gesamte Schuldsumme und geriet selbst finanziell an ihre Grenzen. Inzwischen ist Thalers Mutter tot. Sie ist bereits im Jahr 2022 "nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen", wie Thaler in einem Interview mit "Wunderweib" erzählte.