Der süddeutsche Lebensmittelhändler Feneberg hat ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der Betrieb soll weitergehen. Der Edeka-Händler Feneberg Lebensmittel GmbH ist insolvent. Die Firma ist in ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingetreten, wie aus einer Verlautbarung des Amtsgerichts Kempten hervorgeht. Am 9. Januar 2026 stellte Feneberg demnach Antrag auf ein Schutzschirmverfahren. Der Betrieb soll uneingeschränkt weiterlaufen, was die Löhne der rund 3.000 Mitarbeiter in etwa 75 Filialen vorerst sichert, schreibt das Portal "Chip". Gemeinsam mit dem Sanierungsexperten Stephan Leibold führt die bestehende Geschäftsleitung, Amelie und Christof Feneberg, den Betrieb weiter – wegen drohender Zahlungsunfähigkeit war die Eigenverwaltung angeordnet worden. Aus früheren Sanierungsrunden gibt es ein Nachrangdarlehen in Höhe von 20 Millionen Euro. Feuerpause in Nahost: Dax steigt um fast fünf Prozent Nach 25 Jahren: Sahnehersteller meldet Insolvenz an Nachwirkung einer Tochtergesellschafts-Insolvenz ursächlich Als einen Grund für die Krise des Unternehmens nennt die Feneberg GmbH strukturelle Defizite im Filialnetz und die Nachwirkungen der Insolvenz der einstigen Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods. Auch hohe Pensionsverpflichtungen in Höhe von knapp 100 Millionen Euro seien ein Grund. Laut der "Lebensmittel Zeitung" ist Jochen Sedlitz von der Kanzlei Grupp Brugger verfahrensbevollmächtigt. Zudem werden die Abläufe vom Ulmer Rechtsanwalt Martin Hörmann als Sachwalter überwacht. Für die weitere Zukunft des Geschäfts entscheidend ist der neu eingesetzte Gläubigerausschuss. Am 10. Juni soll die Gläubigerversammlung das nächste Mal in Kempten zusammenkommen. Dann werden die Gegebenheiten und Forderungen geprüft und über einen Insolvenzplan abgestimmt. Dafür entscheidend ist die Höhe der Ansprüche, die auf Edeka Feneberg zukommen.