"War am Boden zerstört": Jay-Z spricht erstmals über Missbrauchsklage
Jay-Z hat sich erstmals zu den schweren Vorwürfen aus dem Jahr 2024 geäußert. In einem Interview spricht er über "unkontrollierbare Wut".
Jay-Z (56) hat sich erstmals öffentlich zu der schweren Zivilklage geäußert, die ihn im vergangenen Jahr mit Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens konfrontierte. In seinem seltenen und ausführlichen Interview mit dem Magazin "GQ" reflektiert der Rapper die emotionale Belastung dieses juristischen Konflikts, der im Jahr 2024 seinen Anfang nahm.
"Unkontrollierbare Wut"
"Es war hart. Wirklich hart. Ich war am Boden zerstört", so der Rapper, der bürgerlich Shawn Carter heißt. "Ich bin froh, dass wir das direkt angesprochen haben, um es aus der Welt zu schaffen." Die Klage habe ihn "viel Kraft gekostet", auch emotional: "Ich war wütend. Ich war schon lange nicht mehr so wütend, eine unkontrollierbare Wut."
Jay-Z mahnt: "So etwas hängt man niemandem an - bei so einer Sache sollte man sich verdammt sicher sein." Er fügte hinzu, dass er fest an den Sieg der Wahrheit glaubt: "Ich wusste, dass wir das durchstehen würden, weil es nicht wahr ist. Und die Wahrheit herrscht am Ende des Tages immer noch uneingeschränkt."
2024 hatte eine anonyme Frau behauptet, im Jahr 2000 als damals 13-Jährige bei einer After-Show-Party der MTV Video Music Awards von Jay-Z und Sean "Diddy" Combs missbraucht worden zu sein. Jay-Z bestritt die Vorwürfe von Beginn an konsequent und bezeichnete sie als Erpressungsversuch. Im Februar 2025 zog die Klägerin die Klage überraschend zurück.
Karrierejubiläum und private Einblicke
Das "GQ"-Interview widmet sich aber vor allem einem Thema: dem 30-jährigen Dienstjubiläum des Rappers. Seit der Veröffentlichung seines Debütalbums "Reasonable Doubt" im Jahr 1996 at sich Jay-Z vom Street-Rapper zum globalen Milliardär und Mogul entwickelt. Er feiert diesen Meilenstein unter anderem mit der Rückkehr des Umlauts in seinem Namen (JAŸ-Z) und geplanten Jubiläumskonzerten im Yankee Stadium im Sommer 2026.
Jay-Z reflektiert im Interview nicht nur über seine Rolle als Geschäftsmann und Mentor, sondern spricht auch mit Stolz über seine Aufgabe als Vater. Er beschreibt, wie er trotz seines vollen Terminkalenders darauf besteht, seine Kinder persönlich zur Schule zu bringen und abzuholen, da diese Momente seinem Leben erst die wahre Bedeutung verleihen.
E
r beschreibt, wie sehr ihn die Entwicklung seiner Tochter Blue Ivy (14) während Beyoncés "Cowboy Carter Tour" 2025 beeindruckt hat. Nachdem Blue Ivy bei früheren Auftritten oft kritisch beäugt wurde, sah er nun ihren Kampfgeist: "Ich sah sie kämpfen, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben - dass ihr nicht alles einfach geschenkt wird. Sie hat hart dafür gearbeitet." Jay-Z scherzte sogar, dass er sie von einigen Nummern streichen musste, weil sie mittlerweile bei fast jedem Song auf der Bühne stehen wollte.
Neben Blue Ivy haben Jay-Z und Ehefrau Beyoncé (44), mit der er seit 2008 verheiratet ist, die 2017 geborenen Zwillinge Rumi und Sir.