Ein Spitzenbeamter in den USA erregt Aufsehen. Gregg Phillips behauptet, schon mehrfach teleportiert worden zu sein. Im vergangenen Dezember wurde eine Leitungsstelle in der US-Krisenmanagementbehörde Fema neu besetzt. Mitten in einem stürmischen Winter in den USA vergab die Trump-Administration den wichtigen Posten an Gregg Phillips, einen Aktivisten aus der rechten Szene mit wenig bis keiner Vorerfahrung im staatlichen Krisenmanagement, dafür aber umso mehr Erfahrung als Gast in ultrarechten Podcasts des Landes, in denen er unter anderem von seinen Erfahrungen mit Teleportation berichtete. Die Besetzung stieß in der US-Behörde auf gewaltige Skepsis. Phillips hätte in seiner neuen Position entscheidende Kompetenzen bei der Koordinierung von Bergungs- und Suchoperationen im Katastrophenfall, beim Schutz kritischer Infrastruktur sowie bei der Verfügung über Milliardenbeträge an staatlichen Hilfszahlungen. Im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN berichteten nun zahlreiche Mitarbeitende der Behörde, dass Phillips entgegen ihrer anfänglichen Erwartungen durch seine pragmatische Arbeitseinstellung einen guten Job gemacht habe. Überblick: Aktuelle Entwicklungen zur Politik in den USA im Newsblog Analyse: Die Kosten des Iran-Kriegs – Die Gamification des Grauens Trotz allem bleibt die Kritik an Phillips deutlich. Eine umfassende Recherche von CNN zeigte, dass Phillips sich wiederholt öffentlich gewaltverherrlichend geäußert, regelmäßig Verschwörungstheorien verbreitet und mehrfach behauptet hat, "zwangsteleportiert" worden zu sein. Phillips ist zudem ein treuer Anhänger der Erzählung, dass die Präsidentschaftswahl 2020 manipuliert worden sei. Über den damaligen Wahlsieger und Ex-Präsidenten Joe Biden sagte Phillips im vergangenen Jahr in einem Podcast, dieser sei "ein widerlicher, beschissener Mensch und verdiene den Tod. Ich hoffe, er stirbt." Behörde: "Kaum der Rede wert" In der Behörde wolle man sich auf Phillips’ Arbeit konzentrieren. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes reagierte auf den CNN-Bericht mit den Worten: "Das ist so absurd, dass es kaum der Rede wert ist." Viele der Äußerungen Phillips’ seien aus dem Kontext gerissen worden oder handelten von informellen, persönlichen, teils spirituellen Wahrnehmungen des Bundesbeamten, so die Behörde weiter. Phillips soll am kommenden Mittwoch vor dem Ausschuss für Innere Sicherheit des Repräsentantenhauses im Rahmen einer Anhörung zu den Auswirkungen der Stilllegung des Heimatschutzministeriums aussagen.