"Ein Teamwettbewerb hätte viel mehr Identifikation ausgelöst."
Ein bisschen enttäuscht ist er schon. „So ein Mannschaftswettbewerb hätte natürlich viel mehr Identifikation ausgelöst“, sagt Paul Meyer-Dunker, „wenn es um Teamplay geht, hat das die Schach-Fans schon immer fasziniert.“ Nun also kein Team-Wettbewerb, wie ursprünglich vermutet – und der Name des Turniers suggeriert - sondern wieder nur einzelne Spieler, die sich für den E-Sports Nations Cup (ENC) im Schach vom 2. bis 8. November 2026 in Riad, Saudi-Arabien, qualifizieren können. Der Veranstalter ist der gleiche wie der des E-Sports World Cup. „Was will man machen? Es ist das Privileg der Organisatoren, den Modus festzulegen“, sagt Meyer-Dunker, der beruflich auch mit dem E-Sport verbunden ist. Ihm jedenfalls fällt damit der Abschied aus dem Amt des E-Sport-Beauftragten beim Schachbund noch ein Stück weit leichter. „Wir müssen kein Team zusammenstellen, der DSB ist damit quasi in weiten Teilen organisatorisch, und was den Vorbereitungsaufwand betrifft, raus.“ Was den E-Sports Nations Cup angeht, sind die Spieler individuell für die Qualifikation über die Champions Chess Tour und die Teilnahme an einem regionalen Qualifikationsturnier selbst verantwortlich. Dass die Spieler zahlreich teilnehmen werden, davon geht er aus. „Es wird sicherlich eine Menge Geld im Spiel sein.“