US-Präsident Donald Trump ist verärgert über die Reaktion der Verbündeten bei der Sicherung der Straße von Hormus. Er deutet schwerwiegende Konsequenzen an. US-Präsident Donald Trump hat sich am Dienstag verärgert über die mangelnde Unterstützung der Nato-Verbündeten bei der Sicherung der Straße von Hormus gezeigt. Die Haltung der Verbündeten sei "ziemlich schockierend", sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington . "Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler", fügte er hinzu und deutete öffentlich einen Rückzug aus der Allianz an. "Wenn sie uns nicht helfen, ist das sicher etwas, worüber wir nachdenken sollten." Nach seiner Meinung sei für einen Nato-Rückzug kein Beschluss des US-Kongress nötig, führte Trump aus. Das steht im Widerspruch zur geltenden Auffassung, wonach internationale Verträge der Zustimmung des US-Kongresses bedürfen. Kritisch äußerte Trump sich auch zur Haltung der Bundesregierung . Deutschland habe erklärt, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun zu haben und sich deshalb nicht beteiligen zu wollen, klagte der US-Präsident. Zugleich finde die Bundesregierung aber, die USA und Israel hätten "etwas Großartiges getan", weil sie die iranische Führung ausgeschaltet hätten. Auch den britischen Premierminister Keir Starmer ging Trump an. "Er hat nicht unterstützt, und ich halte das für einen großen Fehler", sagte Trump. "Ich bin von Keir enttäuscht - ich mag ihn, ich halte ihn für einen netten Mann, aber ich bin enttäuscht.“ Überblick: Alle Entwicklungen im US-Newsblog Terrorgefahr: Darauf ist die Trump-Administration nicht vorbereitet Im Krieg mit dem Iran hatte Trump zuvor um Unterstützung bei der wichtigen Schiffspassage durch die Straße von Hormus gebeten. Die EU hatte den Vorstoß aber abgelehnt. Auch Kanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (beide CDU) wiesen das Ansinnen zurück. Der republikanische Trump-Vertraute Lindsey Graham erklärte nach einem Gespräch mit Trump auf der Plattform X: "Ich habe ihn noch nie in meinem Leben so wütend erlebt." Trump deutet Ende des Iran-Kriegs an Trump hatte schon vor der Pressekonferenz mit dem irischen Premier Michéal Martin gegen die Verbündeten aus Europa gewettert. "Die Vereinigten Staaten wurden von den meisten unserer Nato-'Verbündeten' darüber informiert, dass sie sich nicht an unserer Militäroperation gegen das Terrorregime im Iran im Nahen Osten beteiligen wollen. Dies, obwohl fast jedes Land unserer Vorgehensweise uneingeschränkt zustimmt und der Iran unter keinen Umständen Atomwaffen besitzen darf", schrieb der US-Präsident in einem Beitrag auf der Online-Plattform Truth Social . In der Presserunde stellte Trump auch ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht. Die USA seien jedoch noch nicht bereit, ihren Militäreinsatz im Iran zu beenden, sagt er vor Journalisten. Der Abzug werde jedoch "in sehr naher Zukunft" erfolgen.