Zehnmal lief Romeo Castelen für die niederländische Nationalmannschaft auf. Jetzt wurde der Ex-Bundesliga-Profi zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Ein Gericht in Zwolle hat den früheren niederländischen Nationalspieler Romeo Castelen wegen Geldwäsche zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Sechs Monate davon wurden auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich muss der 42-Jährige zwei Millionen Euro zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Castelen über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen hat. Beteiligt war dabei der Sportdirektor des Klubs. Castelen hatte bis 2017 für den Verein gespielt. Am Flughafen erwischt Aufgeflogen war der Fall 2019 am Flughafen Schiphol. Als Castelen nach China fliegen wollte, wurde er festgenommen. In seinem Handgepäck fanden sich 139.000 Euro. Er gab an, das Geld durch Casinogewinne und den Verkauf teurer Uhren erhalten zu haben. Auch ein Mitangeklagter erhielt eine Gefängnis- und Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert. Castelen will in Berufung gehen. Vor seiner Zeit in China stand der Niederländer unter anderem bei Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV unter Vertrag. Beim HSV spielte er von 2007 bis 2011. Zehnmal war er für die niederländische Nationalmannschaft berufen worden.