Nachdem der einstige Führer des Iran von Israel in Luftangriffen getötet wurde, hat sein Sohn Modschtaba das Amt des religiösen Oberhaupts des Landes übernommen. Nun wendet er sich erstmals an das Volk. Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde. Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in Nahost Energiekrise: Das bedeutet die Freigabe der Ölreserven Gleichzeitig versicherte er den Nachbarstaaten des Iran , dass man eine Politik der "Freundschaft" verfolgen werde, forderte aber zugleich eine Schließung der US-amerikanischen Stützpunkte in der Region. Zudem ließ er die Weltöffentlichkeit wissen, dass der Iran weiterhin von der Blockade der Straße von Hormus als strategisches Druckmittel Gebrauch machen werde. Im Zuge der Schließung der Meerenge sind weltweit die Energiepreise in die Höhe geschnellt. Zudem gab es in den letzten Tagen Berichte darüber, dass der Iran womöglich vorbereite, Minen in der Straße von Hormus auszulegen, was für eine längere Schließung der wichtigen Handelsroute sprechen würde. Denjenigen Iranern, die von den Luftangriffen der Amerikaner und Israelis betroffen sind, bot der neue Machthaber finanzielle Kompensationen an. Verwundete sollen kostenlose Behandlungen erhalten. Modschtaba selbst wurde bei den Luftangriffen, bei denen unter anderem sein Vater Ajatollah Ali Chamenei, seine Frau und sein Sohn getötet wurden, verletzt. Seitdem hat man ihn nicht in der Öffentlichkeit gesehen. Am vorigen Sonntag wurde er dann von einem Expertengremium im Iran zum neuen religiösen Oberhaupt des Landes ernannt.