Добавить новость
World News in German


Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

Iran-Krieg: Warum die Allianz zwischen Trump und Netanjahu Risse zeigt

Der Krieg gegen den Iran begann als großes gemeinsames Projekt von Donald Trump und Benjamin Netanjahu. Doch es zeigen sich erste Risse in der amerikanisch-israelischen Allianz. Das Weiße Haus will offenbar aussteigen. Bastian Brauns berichtet aus Washington Seit Monaten wirkt das gemeinsame israelische und amerikanische Vorgehen gegen den Iran wie die Verwirklichung einer tiefgehenden, langjährigen politischen Allianz zweier Männer: Donald Trump und Benjamin Netanjahu . Der israelische Premierminister Netanjahu konnte mit den Militärschlägen vom vergangenen Jahr und dem jetzigen Krieg endlich jene Konfrontation wagen, zu der er mehrere amerikanische Präsidenten seit Jahrzehnten vergeblich zu drängen versuchte. Barack Obama , Joe Biden und auch Donald Trump in seiner ersten Amtszeit sagten Nein. Nun bot sich für Trump aber die Gelegenheit, ein Regime zu beseitigen, das er seit seinem Ausstieg aus dem Atomabkommen in seiner ersten Amtszeit scharf bekämpft hatte. Hinzu kam, dass die iranische Führung laut israelischen Geheimdienstinformationen den US-Präsidenten ermorden lassen wollte. Trump hatte demnach auch ein ganz persönliches Interesse, dieses Mal an Israels Seite in den Krieg zu ziehen. Das Umdenken von Donald Trump Es bleibt dennoch eine bemerkenswerte Kehrtwende von Trump. In seiner ersten Amtszeit hatte Trump noch dem Druck widerstanden, einen Versuch zum Sturz der iranischen Führung zu unternehmen. John Bolton, damals kurzzeitig Trumps nationaler Sicherheitsberater, bedauert bis heute, den Präsidenten nicht dazu überzeugt zu haben. Die damalige Zurückhaltung beruhte auf zwei Befürchtungen: endlose Kriege im Nahen Osten – und steigende Ölpreise. Gut eine Woche nach Beginn der gemeinsamen Militärschläge werden die Fragen in Washington nun immer unbequemer. Es geht nicht mehr nur darum, ob beide Länder wirklich in der Lage sind, den Iran militärisch zu schlagen. Es gibt zunehmende Zweifel, ob Trumps und Netanjahus strategische Ziele wirklich so gut abgestimmt sind, wie es zunächst schien. Öffentlich lassen Donald Trump und das Weiße Haus zwar keinen Zweifel daran erkennen, dass die Regierung in Washington sich eng mit den israelischen Partnern abstimmt. Der israelischen Zeitung "Times of Israel" sagte Trump etwa, dass man "gemeinsam" über ein Ende des Krieges entscheiden werde. Die iranische Führung unter Modschtaba Chamenei forderte er einmal mehr zur Kapitulation auf. Zudem kündigte er an, die Militärschläge auszuweiten. Die Ölpreis-Panik im Weißen Haus wächst Zwischen den Zeilen wird aber erkennbar, wie problematisch die aktuellen Entwicklungen des Krieges für die US-Regierung sind. Die Ölpreise stiegen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2022 , die Kurse an den Börsen weltweit brachen ein und auch der US-Dollar wurde schwächer. Angesichts dieser schwerwiegenden Konsequenzen für die amerikanische Bevölkerung blieb Trump bislang nichts anderes übrig, als Durchhalteparolen zu verbreiten. "Die kurzfristigen Ölpreise, die schnell sinken werden, sobald die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm beseitigt ist, sind ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt", schrieb der Präsident am späten Sonntagabend auf Truth Social . In Großbuchstaben fügte er hinzu: "Nur Dummköpfe würden das anders sehen!" In Wahrheit dürften die Sorgen im Weißen Haus größer sein. Nachdem das israelische Militär am Wochenende iranische Erdölanlagen angegriffen und in Brand gesetzt hatte, schoss der Ölpreis am Montag weiter in die Höhe: Zuletzt lag er bei mehr als 100 Dollar pro Barrel. US-Medienberichten zufolge soll Trump verärgert über diesen israelischen Angriff gewesen sein. Am Montag verbreitete der Präsident dann eine Drohung gegen den Iran, welche die Panik durchscheinen ließ: "Sollte der Iran den Ölfluss in der Straße von Hormus unterbrechen, werden die Vereinigten Staaten von Amerika zwanzigmal härter zuschlagen als bisher", schrieb Trump auf seinem Netzwerk Truth Social. Darüber hinaus werde man "leicht zerstörbare Ziele ausschalten", die es dem Iran unmöglich machen würden, "sich jemals wieder als Nation zu erholen", so Trump. Es würden "Tod, Feuer und Zorn" über den Iran hereinbrechen. Er hoffe und bete aber dafür, dass es nicht so weit komme. Auch die Aktienmärkte, auf die Trump gern stolz als Zeichen seiner Verdienste verweist, brachen am Montag ein. Die Befürchtungen sind groß, dass sich der Krieg mit dem Iran in die Länge ziehen könnte. Das iranische Militär hatte zuvor erklärt, es verfüge über genügend Waffen, um weitere sechs Monate lang gegen die Angreifer vorzugehen. Der stärkste Hebel des Iran liegt dabei nicht in einem militärischen Sieg, sondern in der wirtschaftlichen Destabilisierung des Westens. Die Blockade der wichtigen Wasserhandelsstraße von Hormus ist ein großer Erfolg. Tote Soldaten und unterschiedliche Ziele Inzwischen ist auf US-Seite schon der siebte Soldat gefallen. Dass Amerikaner in diesem Krieg sterben, wird immer problematischer für den Präsidenten und Oberbefehlshaber . Auch dazu verbreitet Trump bislang nur Durchhalteparolen. So sei das nun mal im Krieg, sagte der Präsident schon mehrfach. Er gab offen zu: Es könnten auch noch weitere US-Soldaten sterben. Es sind Worte, die bei der Basis seiner MAGA-Bewegung überhaupt nicht gut ankommen dürften. Die öffentliche Unterstützung für einen längeren Krieg im Nahen Osten ist in den USA extrem gering. Das zeigen mehrere Umfragen. Je länger der Krieg dauert und je politisch folgenreicher er sich für Trump gestaltet, desto größer wird zwangsläufig die Kluft zwischen ihm und Netanjahu. Dem liegen wohl zwei unterschiedliche Vorstellungen von einem Sieg gegen den Iran zugrunde. Israels Ziel ist primär die Zerschlagung des iranischen Regimes, das sich zumindest bislang noch an der Macht halten kann. Viele israelische Strategen sind überzeugt, dass ein überlebendes Regime seine Raketen-, Drohnen- und Atomprogramme früher oder später wieder aufbauen würde. Trump hingegen scheint ein deutlich pragmatischeres Szenario im Kopf zu haben. Analysten wie der frühere Biden-Berater im Nationalen Sicherheitsrat, Thomas Wright, argumentieren: Der Präsident könnte eine Lösung bevorzugen, bei der ein neuer starker Mann innerhalb des Systems die Macht übernimmt, Stabilität herstellt und dann mit Washington einen Deal schließt – möglicherweise sogar mit amerikanischem Zugang zum iranischen Energiesektor. Dieses Szenario hätte zumindest Ähnlichkeit mit dem Vorgehen in Venezuela . Die Kurzversion des sich abzeichnenden Konflikts zwischen den zwei Staatschefs: Israel will den Regimewechsel; Trump hingegen könnte sich auch mit Einfluss begnügen. Diese Ziele lassen sich nur schwer miteinander vereinen. Wenn Israel weiterhin versucht, die Machthaber in Teheran vollständig zu beseitigen, während Washington auf ein rasches diplomatisches Ende zusteuert, sind Spannungen programmiert. Kann Trump überhaupt aussteigen? Die Frage lautet aber auch: Wäre ausgerechnet der Sohn des getöteten bisherigen Anführers Ali Chamenei bereit für einen Deal mit Donald Trump? Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten am Montag, dass sie es sein würden, die darüber entscheiden, wann der Krieg endet. Der Iran sei bereit für einen langen Krieg mit den USA, und nur wirtschaftlicher Druck könne ihn beenden, sagte Kamal Kharazi, außenpolitischer Berater des iranischen Obersten Führers, in einem CNN-Interview. Er fügte hinzu, dass er derzeit keinen Spielraum für Diplomatie sehe. Tatsächlich sind die Möglichkeiten, sich erfolgreich wieder aus diesem Krieg zurückzuziehen, für den amerikanischen Präsidenten nicht sehr vielversprechend. Doch Trump braucht ein schnelles Ende. Denn die wichtigen Zwischenwahlen im November rücken immer näher. Er dürfte darum kaum bereit sein, den Weg von Netanjahu immer weiter mitzugehen. Stehen Trump und Netanjahu also wirklich noch auf derselben Seite dieses Krieges? Die Beziehung der beiden war jedenfalls schon immer komplexer, als es die öffentliche Inszenierung vermuten ließ. Einerseits stellt sich Trump konsequent an Netanjahus Seite, etwa indem er eine Amnestie für ihn beim israelischen Präsidenten Isaac Herzog einfordert. Oder indem er einst die US-Botschaft nach Jerusalem holte. Andererseits hat er den israelischen Premierminister schon früher wiederholt zu Zugeständnissen gezwungen, wie etwa bei israelischen Luftangriffen, bei Annexionsplänen im Westjordanland oder in Bezug auf die Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde im Gazastreifen . Das zeigt zumindest, dass Trump sich auch von seinem engsten Verbündeten nicht einfach lenken lässt. Die erste Phase des gemeinsamen Krieges gegen den Iran erforderte die bislang wohl engste und komplexeste militärische Abstimmung zwischen den USA und Israel. Die nächste Phase wird nun zeigen, ob eine politische Abstimmung ebenso eng und erfolgreich ablaufen wird. Trump sucht den Ausweg Es gibt allerdings inzwischen zahlreiche Hinweise dafür, dass die US-Regierung längst nach einer "off-ramp" sucht, also nach einem Ausweg aus dem Krieg. So erwähnte etwa Trumps Außenminister Marco Rubio am Montag in einer Stellungnahme weder einen Regimewechsel noch die iranischen Nuklearkapazitäten und Drohnen, noch eine Kapitulation als Kriegsziel. Er sagte: "Die Ziele der Mission gegen das iranische Regime sind klar". Er nannte hier nur die Zerstörung der iranischen Marine, der Kapazitäten zum Abschießen von Raketen und der produzierenden Fabriken. Trump fährt in dieser Hinsicht einen rhetorischen Zickzack-Kurs. Kürzlich hatte er noch die totale Kapitulation gefordert. Am Montag sagte er dann dem Fernsehsender CBS, er glaube, dass der Krieg bald enden würde. Dann kam die erneute Kehrtwende, bei einer Rede vor Republikanern in Florida : "Wir haben bereits in vielerlei Hinsicht gewonnen, aber wir haben nicht genug gewonnen", sagte er dort. Das US-Verteidigungsministerium verbreitete dazu die Botschaft: "Wir haben gerade erst begonnen." Als Trump von Reportern in Florida auf diese Dissonanz zwischen seinem "baldigen Ende" und dem "gerade erst begonnen" von Hegseth angesprochen wurde, antwortete er unspezifisch: "Man kann beides sagen". Benjamin Netanjahu reagierte am Dienstag auf Trumps Aussagen und widersprach. Israel sei mit seinen Angriffen "noch nicht fertig", hieß es in einer Stellungnahme seines Büros. Es geht ihm nach wie vor um einen Regimewechsel. "Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien", so in Bezug auf Teherans Anführer.

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media










Топ новостей на этот час

Rss.plus