Max Steinlechner verfällt zum Auftakt der Joburg Open dem südafrikanischen Birdiefieber und mischt nach der knallroten 64 (-6) nach der Auftaktrunde sogar voll im Titelkampf mit. Bernd Wiesberger hingegen ergeht es im Houghton GC weit weniger gut, denn bei einem Zwischenstand von +3 nach 14 übernachtet er nur im geschlagenen Feld.
Nach Nairobi und Stellenbosch stehen Max Steinlechner und Bernd Wiesberger auch in Johannesburg beim vorerst letzten Afrika-Event wieder in den Teeboxen. Bei Erstgenanntem pendelt die Formkurve derzeit noch ziemlich wild hin und her, denn nach einem durchaus recht ansehnlichen Auftritt in Kenia, verpasste er in der Vorwoche den Sprung ins Wochenende und hofft nun im Houghton GC natürlich, dass sich das Form-EKG langsam aber sicher im positiven Sinne etwas einpendelt.
Etwas anders stellt sich die Ausgangslage bei seinem Landsmann dar. Nach einem ziemlich verpatzten Desert-Swing, läuft es beim Südburgenländer in den vergangenen Wochen immer besser. Vor allem in Stellenbosch wusste er durchwegs zu überzeugen, denn erst über den Qualifier überhaupt im Starterfeld, verpasste er am Ende sogar nur knapp ein Topergebnis und startet so verständlicherweise mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und Zuversicht ins Johannesburg-Abenteuer.
Aufgrund einer frühen Gewitterpause kann Max Steinlechner erst mit knapp zweistündiger Verspätung ins Turnier starten, zeigt dann aber, dass ihm die Warterei sichtlich überhaupt nichts ausgemacht hat. Perfekt findet sich der 26-jährige gleich zu Beginn zurecht und legt mit einem roten Doppelpack los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er bereits auf der 5 den nächsten Schlaggewinn einsackt und sich so bereits bis unter die Top 10 spielt.
Die gesamten verbleibenden Löcher der vorderen Neun über verwaltet er das starke Zwischenergebnis dann gekonnt, ehe er kaum auf den Backnine angekommen das Tempo wieder intensiviert. Ein viertes Birdie am Par 5 der 10 heizt auch sein Spiel sofort wieder an, denn zwei Löcher später geht sich auch auf der 12 ein roter Eintrag aus und da der Rhythmus auch danach nicht bricht und er sich auch am Par 3 der 14 ein weiteres Mal belohnt, spielt er sich endgültig bis in die geteilte Führung.
Lange verweilt er in dieser zwar nicht, nachdem er sich danach auch den ersten Fehler eintritt, am Schlussloch holt er sich dann aber sogar noch das siebte Birdie am Donnerstag ab und unterschreibt so die knallrote 64 (-6), womit er sich am Ende der Runde auch die Spitzenposition teilt. Luke Brown (RSA) überflügelt die Spitzengruppe dann noch knapp und übernachtet bei einem Zwischenstand von -7 nach 12 in der Pole Position.
Wiesberger mit etlichen Problemen
Wie Landsmann Max Steinlechner, muss sich auch Bernd Wiesberger aufgrund der Gewitterunterbrechung länger in Geduld üben, ehe er um 14:15 Uhr Ortszeit endlich ins Turnier starten kann. Der achtache European Tour Champion verpasst dann zwar das erhoffte schnelle Par 5 Birdie auf der 10, macht mit Pars zunächst aber nichts verkehrt. Das ändert sich dann jedoch am Par 3 der 16, denn mit einem ersten Bogey auf der kurzen Bahn, rasselt der 40-jährige weit im Klassement zurück.
Auch danach will am Donnerstag nicht vieles wie geplant gelingen, denn auch weiterhin ist er vergeblich auf der Suche nach einem ersten Erfolgserlebnis, was weitere Schlagverluste auf der 3 und der 4 noch deutlich schwerer ins Gewicht fallen lässt. Nach 14 gespielten Löchern muss er dann vorerst auch die Sachen packen, nachdem die einfallende Dunkelheit ein Weiterspielen unmöglich macht. Auch die deutschen Vertreter haben ziemlich zu kämpfen, denn vom schwarz-rot-goldenen Quartett bringt sich nach den ersten 18 Löchern lediglich Marcel Siem auf Kurs in Richtung Wochenende.
Leaderboard Joburg Open