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Teure Ladung im Visier: Warum Planenschlitzer mit weniger Überfällen mehr erbeuten

Stern 

Tatort Autobahnrastplatz: Im Schutz der Dunkelheit, gezielt und blitzschnell schlitzen Diebe die Planen von Lastwagen auf und stehlen die Ladung. Nur: Woher wissen sie, wo das meiste zu holen ist?

Wer ahnt denn Böses, wenn er auf einem Autobahnrastplatz einen Kleintransporter neben einem Sattelzug parken sieht? Wenn mehrere Männer dort stehen, statt sich etwas zu Essen zu holen? Kein Grund, die Polizei zu alarmieren, sollte man meinen. Aber: Wer so denkt, könnte völlig falschliegen. 

Denn: Sogenannte Planenschlitzer beobachten die Rastplätze. Lohnt sich ein Beutezug, schneiden sie Lastwagenplanen auf und verschwinden mit der Ladung. Der Schaden geht in die Millionen und wächst seit Jahren, obwohl die Zahl der Überfälle sinkt. 

Bundesweit an der Spitze dabei liege Niedersachsen, sagt Uwe Koopmann, Sachgebietsleiter der Zentralstelle Eigentumsdelikte des Landeskriminalamts Niedersachsen. Neben dem etwas umständlichen Titel trägt Koopmann einen weiteren: Er hat den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Cargo, die sich seit 2018 mit dem länderübergreifenden Kampf gegen Ladungsdiebstahl befasst. Neben Niedersachsen sind Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Hessen und eine Dienststelle in Polen beteiligt. 

Wie groß ist das Ausmaß der Diebstähle?

Fallzahlen zu diesen gewerbsmäßigen Bandendiebstählen will er nicht nennen. Aber es werden weniger - 2023 wurde landesweit eine hohe dreistellige Fallzahl erfasst, im vergangenen Jahr war es eine mittlere dreistellige Zahl. Gleichzeitig hat sich die Schadenssumme aber beinahe verdoppelt: Waren es 2023 noch 4,81 Millionen Euro, so wuchs die Summe 2024 auf 5,58 Millionen Euro und im vergangenen Jahr auf 9,04 Millionen Euro.

Was folgt daraus? "Die Täter wissen besser Bescheid, sie können zielgerichteter Lastwagen angreifen", erklärt Koopmann. Während es 2023 weit mehr Versuche als vollendete Taten gab, die Gauner wohl mehr oder minder wahllos Lastwagenplanen aufschlitzten, gehen sie nun zielstrebiger vor. "Ich könnte mir vorstellen, dass die Täter wissen, welche Lastwagen wo halten."

Dazu observieren sie Rastplätze, versuchen Routen herauszubekommen und prüfen per Schlitz in der Plane, ob sie richtig liegen. Wiederholen sich Abläufe, halten Lastwagen auf bestimmten Touren etwa immer auf den gleichen Rastplätzen, wird es noch einfacher. 

Bundesweit sind laut Bundeskriminalamt 2024 genau 2.537 Fälle von Ladungsdiebstahl erfasst - mit einem Schaden von knapp 34,2 Millionen Euro. Auswertungen weiterer Jahre liegen bislang nicht vor. Die Vorgehensweise der Diebe, also das Aufschlitzen der Plane, ist nicht gesondert erfasst.

Was ist bei den Banden besonders gefragt?

Im Grunde alles, was teuer ist, Markenkleidung ebenso wie Mobiltelefone oder Notebooks, aber auch hochwertige Reifen. Keine Allerweltsgrößen oder Kleinwagenreifen - eher etwas für kostspielige Sportwagen. 

"Die Täter wissen, was sie tun", sagt Koopmann. Schwerpunkte der Diebereien der in der Regel osteuropäischen Täter sind die Autobahnen 2 und 7 - mit dem besonderen Schwerpunkt im Raum Hannover, wo sich die Autobahnen kreuzen. Die polnische Dienststelle habe "ganze Lagerhallen voller Diebesgut". Denn: "Es geht alles in den Osten." 

"Schlimm wird es, wenn ganze Lieferketten ins Trudeln kommen", sagt der Experte. Die wirtschaftlichen Schäden seien weit höher als jene wegen gestohlener Fracht. Und auch Preise dürften steigen und Lieferzeiten sich erhöhen, wenn Container etwa mit Smartphones verschwinden. 

Wie gehen die Täter für gewöhnlich vor?

Normalerweise sind drei bis vier Fahrzeuge beteiligt, wie Koopmann erklärt. Dann wird beobachtet - "ausbaldowert", wie er sagt. Neben einem vielversprechenden Lastwagen hält ein 3,5-Tonner meist mit Pritsche und Plane. Die Plane wird hochgeklappt, die Plane des Sattelzuges aufgeschlitzt und die Ware umgeladen - indem Pakete einfach herübergeworfen werden.

Teils werden Trailer von Autohöfen oder von der Straße abgeholt und wenige Kilometer entfernt leer gefunden. Gefahren wird nur bis zu einer Umladestelle: "Es geht wirklich um die Ladung, nicht um die Trailer."

Welche Tricks versuchen die Gauner noch?

Da ist das Phänomen der "Phantomfracht". Dabei handelt es sich um eine Betrugstat, die Gauner geben sich als Logistikfirma aus - und zwar mit Hilfe von Internetfrachtbörsen. Dort tummeln sich Betrüger mit Scheinfirmen, deren Namen an die bekannter Logistikunternehmen erinnern. Werden für Aufträge Subunternehmer gesucht, entsteht eine Kette von Beteiligten, die immer unübersichtlicher wird.

So werden ganze Frachten ergaunert. "Das gelingt nicht nur bei Molkereiprodukten und Geflügel", sagt Koopmann. Sondern auch im Falle teurer Smartphones. Und verschwinden Prototypen auf diese Weise, entsteht ein Millionenschaden. "Und wenn die Tat an der Verladestelle erkannt wird, hat man einen Fahrer, der auch nur einen Auftrag hat." Seit 2023 hat sich die Zahl der jährlichen Fälle vervierfacht, ist aber noch zweistellig - der Schaden liegt landesweit bei insgesamt 4,84 Millionen Euro. 

Was kann man tun?

Klar ist: "Wir als Polizei alleine können die Sicherheit auf Rastplätzen und Autobahnen nicht gewährleisten", sagt Koopmann. Es gebe zu wenig Rastplätze in Deutschland, und von den wenigen seien noch weniger sicher ausgestattet und überwacht. Aber: Polizeidienststellen würden sensibilisiert, Fahrer geschult, mit der Logistikbranche und Versicherern werde gesprochen. 

Nur: In der Branche gehe es um jeden Cent, zusätzliche Ausgaben erhöhten die Zwänge. So gebe es zwar Planen mit eingeflochtenen Drahtfäden, die aber teurer seien: "Die wenigsten sind damit ausgestattet."

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