Tarifstreit: Busfahrer der VHH zum Warnstreik aufgerufen
Kein Schnee auf den Straßen und trotzdem kein Bus: Die Gewerkschaft Verdi hat die Fahrer der VHH zu einem Warnstreik aufgerufen. Fahrgäste in Hamburg und Umland haben das Nachsehen.
Zahlreiche Fahrgäste der VHH-Busse in Hamburg und in Schleswig-Holstein müssen heute auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Busfahrer bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. "Fahrgäste müssen sich von Mittwoch bis Donnerstag auf massive Einschränkungen einstellen", teilte das kommunale Verkehrsunternehmen mit.
Von dem Warnstreik betroffen sind den Angaben zufolge Fahrten im Hamburger Westen und in den schleswig-holsteinischen Kreisen Pinneberg und Segeberg. Wie viele Fahrten ausfallen werden, kann laut VHH nicht abgeschätzt werden. Das entscheide sich am Mittwoch, teilte das Unternehmen mit. Denn es sei vorab unklar, wie viele Busfahrer sich dem Aufruf anschließen werden.
Busse in Stormarn und Herzogtum Lauenburg nicht betroffen
Die VHH nannte 50 Linien, auf denen es zu Ausfällen kommen könnte, darunter die Expressbus-Linien X3, X21 und X95. Laut Verdi sollen die Betriebshöfe Volkspark, Schenefeld, Quickborn, Elmshorn und Norderstedt bestreikt werden. Nicht betroffen seien die VHH-Busse in den östlichen Hamburger Stadteilen sowie die Buslinien in den Kreisen Stormarn und Kreis Herzogtum Lauenburg.
Die Gewerkschaft verhandelt über einen hausinternen Manteltarifvertrag. Verdi fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns für die Mitarbeiter. Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 4. Februar sei keine Einigung erreicht worden, erklärte Verdi. Die Gewerkschaft hat mit weiteren Arbeitsniederlegungen gedroht. Die Verhandlungen gehen am 26. Februar weiter.
Die VHH haben nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeiter, etwa 800 Busse und sie bezeichnen sich als das drittgrößte kommunale Busunternehmen Deutschlands. Die VHH sind zu knapp 95 Prozent im Besitz der Stadt Hamburg, den Rest halten die Landkreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg über eine Beteiligungsgesellschaft.