Die deutschen Biathleten haben einen Podestplatz im Einzel verpasst. Triumphiert hat ein Norweger – und der gedachte im Ziel seines verstorbenen Kollegen. Knapp vorbei an Edelmetall: Die deutschen Biathleten haben im ersten Einzelrennen der Olympischen Winterspiele eine Medaille verpasst. Zwei Tage nach Bronze mit der Mixed-Staffel reichte es für das DSV-Team nicht für einen Platz auf dem Podium. Philipp Nawrath wurde über 20 Kilometer als bester Deutscher Fünfter. Der 32-Jährige aus Nesselwang leistete sich einen Schießfehler und kam mit lediglich einer Strafminute auf 1:31,5 Minuten Rückstand. Olympiasieger wurde der fehlerfreie Norweger Johan-Olav Botn. Im Ziel schaute Botn Richtung Himmel und dachte dabei wohl an seinen im Dezember verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken. Zwei Norweger auf dem Podest Silber sicherte sich Eric Perrot aus Frankreich, Bronze ging an Sturla Holm Laegreid aus Norwegen. Beide mussten einmal in die Strafrunde. Nawrath hatte am Sonntag mit der Mixed-Staffel Bronze gewonnen, verpasste durch seinen Schießfehler jedoch eine weitere Medaille. Im längsten aller Biathlonrennen wartet der Deutsche Skiverband bei den Männern seit zwölf Jahren auf Edelmetall. Zuletzt hatte Erik Lesser 2014 im russischen Sotschi Silber gewonnen. Der bislang letzte deutsche Olympiasieg im Einzel gelang Michael Greis bei den Winterspielen von Turin 2006. Bei den Frauen gewann Denise Herrmann-Wick vor vier Jahren in Peking in dieser Disziplin Gold. Am Mittwoch (ab 14.15 Uhr im Liveticker bei t-online) gehen für Deutschland über 15 Kilometer Franziska Preuß , Vanessa Voigt , Janina Hettich-Walz und Selina Grotian an den Start.