Am vergangenen Wochenende kam es in Pakistan zu schweren Kämpfen im Südwesten mit Dutzenden Toten. Nun ereignet sich nahe der Hauptstadt ein Anschlag. Bei einem Anschlag in Pakistan während des Freitagsgebets sind nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Menschen getötet und weitere verletzt worden. Der Polizei zufolge handelte es sich um einen Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt Die Zahl der Toten dürfte noch steigen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Mindestens 15 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, einige davon in lebensbedrohlichem Zustand, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtete. Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohnern des südasiatischen Landes dar. Die pakistanischen Taliban und extremistische islamistische Gruppen haben in der Vergangenheit wiederholt schiitische Muslime angegriffen. In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten.