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USA: Donald Trump trifft Gustavo Petro – plötzlich ändert sich sein Ton

Das Verhältnis zwischen den USA und Kolumbien ist angespannt. US-Präsident Trump drohte dem Land noch vor einem Monat offen. Der Besuch seines kolumbianischen Amtskollegen in Washington scheint jedoch einiges zu ändern. Viele Lateinamerikaner dürften am Dienstag Stoßgebete gen Himmel geschickt haben. Inmitten der wohl größten Spannungen seit Jahrzehnten zwischen vielen Ländern der Region und dem großen Nachbarn USA reiste der kolumbianische Präsident Gustavo Petro nach Washington . Die Beziehungen sind nicht erst seit dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela hochgradig belastet. Und vieles davon hat mit dem seit Längerem schwelenden Konflikt zwischen Petro und seinem US-Amtskollegen Donald Trump zu tun. Der linke Politiker hatte Trump in dessen erstem Jahr nach der Rückkehr ins Weiße Haus oftmals scharf kritisiert und auch persönlich angegriffen. Dabei ging es ihm um die US-Abschiebepolitik, die Position der Trump-Regierung im Gaza-Krieg (Petro bezeichnete den Republikaner als "Komplizen in einem Genozid"), aber auch die neue Härte Washingtons im sogenannten "Krieg gegen die Drogen". Trump revanchierte sich, wie man es von dem 79-Jährigen kennt: Er drohte Kolumbien mit Zöllen, entzog Petro sein US-Visum und setzte den kolumbianischen Präsidenten gar auf eine Sanktionsliste. Den Höhepunkt erreichten die Spannungen jedoch nach der US-Intervention in Caracas: Trump drohte Kolumbien anschließend, dass das Land als Nächstes einen Angriff erleben und auch Petro entführt werden könnte. Der US-Präsident ging sogar so weit, Petro als "kranken Mann, der gern Kokain herstellt", zu bezeichnen. Nach dem Treffen am Dienstag schlug die Stimmung jedoch um. Trump und Petro sprachen plötzlich in den höchsten Tönen voneinander. Aus den Stoßgebeten der Lateinamerikaner dürften am Nachmittag Seufzer der Erleichterung geworden sein. Das kommt nicht von ungefähr: Denn die Entspannung zwischen den USA und Kolumbien ist Ergebnis einer Mischung aus klugen strategischen Entscheidungen auf kolumbianischer Seite und strategischen Zielen in Washington. "Sex mit Maria Magdalena": Kolumbien in Aufregung Geisterflüge aus Minneapolis: Trumps Logistik der Angst Trump: "Ich fand ihn wunderbar" Trump erklärte nach dem Treffen über Petro: "Er und ich waren nicht gerade die besten Freunde", beleidigt habe er sich von den Äußerungen des Kolumbianers jedoch nie gefühlt. Über das Treffen selbst sagte er: "Wir haben uns sehr gut verstanden." Trump fügte hinzu: "Ich fand ihn wunderbar." Das sind ganz andere Töne als noch vor einem Monat. Petro präsentierte derweil in den sozialen Netzwerken die Geschenke, die Trump ihm gemacht hatte. Ein gemeinsames Foto war dabei, das Trump mit einer Widmung ergänzte: "Gustavo – eine große Ehre. Ich liebe Kolumbien", schrieb er dort. Zudem signierte Trump für Petro eine Ausgabe seines Buches "The Art of the Deal" und notierte dazu: "Du bist großartig." Nicht zuletzt verließ Petro das Weiße Haus mit einer von Trump unterschriebenen MAGA-Mütze. Den Schriftzug "Make America Great Again" hatte er um ein S ergänzt: "Make Americas Great Again" – ein Verweis auf den Doppelkontinent Nord- und Südamerika. Für die Geschenke des Weißen Hauses revanchierte sich Petro mit einem Geschenkkorb mit Schokolade und Kaffee, die von Bauern produziert wurden, die früher Kokapflanzen angebaut hatten. Außerdem schenkte Petro der First Lady Melania Trump eine wollene Robe, die von Indigenen in Kolumbien handgewebt und bestickt wurde. Kolumbiens Botschafter bereitete das Treffen vor Dass das Treffen überhaupt stattfand, geht auf die Vorarbeit des kolumbianischen Botschafters Daniel García-Peña zurück. Als die Lage Anfang Januar eskalierte, organisierte er kurzerhand ein überraschendes Telefonat der beiden Staatschefs. Das Gespräch dauerte rund eine Stunde, wovon Trump laut Petro lediglich 15 Minuten gesprochen habe. Petro ging sichtlich erleichtert daraus hervor, bezeichnete das Telefonat als "nett". Die Spannungen zwischen den beiden Regierungen ließen danach merklich nach. Der Botschafter war es augenscheinlich auch, der dem Treffen im Oval Office einen Ton verlieh, den Trump versteht. Auf Fotos der Zusammenkunft unter Ausschluss von Medienvertretern ist García-Peña mit einer Mappe zu sehen, auf der zu lesen ist: "Kolumbien. Amerikas Verbündeter Nummer eins gegen Narcoterroristen." Auch dies dürfte ganz nach dem Geschmack Trumps gewesen sein, der Drogenkartelle zu militärischen Zielen und Petro zu einem Verbündeten des Drogenhandels erklärt hatte. Vor dem Treffen war es das Anliegen der kolumbianischen Seite, Petro als unermüdlichen Kämpfer gegen den Kokainhandel darzustellen. Der kolumbianische Präsident bemüht sich in seiner gesamten Amtszeit darum, durch das Beschlagnahmen großer Mengen an Kokain die Arbeit seiner Regierung hervorzuheben. Zudem betont er stets den Einsatz seiner Sicherheitskräfte. Erst am Dienstag lieferte Kolumbien außerdem einen wichtigen Drogenhändler an die USA aus. Nach Ansicht mancher Experten spiegeln jedoch ebendiese Rekordbeschlagnahmungen wider, dass noch nie so viel Kokain aus Kolumbien kam wie zurzeit. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Nach Angaben der Vereinten Nationen verfügt das Land mit mehr als 250.000 Hektar über rund 65 Prozent der weltweiten Anbaufläche für Koka. Petro: "Er hat seine Denkweise nicht geändert, ich auch nicht" Überzeugen konnte Petro den US-Präsidenten von seiner Auffassung des Kampfs gegen die Drogen nicht gänzlich. "Er hat seine Denkweise nicht geändert, ich auch nicht", sagte der Kolumbianer auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen. Statt eines harten militärischen Ansatzes gegen die Kartelle will Petro Bauern in Kolumbien dazu bringen, legale Agrarprodukte wie Kaffee oder Kakao statt Kokain anzubauen, und obendrein entschlossen gegen die Finanziers des internationalen Drogengeschäfts vorgehen. Drohender Staatskollaps in Kuba : Die Luft wird merklich dünner Drogenschmuggel in die USA: Warum Trump den nächsten droht Trump erklärte zu dem Thema lediglich, dass man an einer Vereinbarung arbeite, um den Schmuggel illegaler Substanzen in die USA zu reduzieren. Petro dazu: "Einen Pakt schließt man auch nicht zwischen Zwillingsbrüdern, einen Pakt schließt man zwischen Gegnern, die einen gemeinsamen Weg finden." Außerdem, so erklärte es das Verteidigungsministerium in Bogotá am Mittwoch, übergab Petros Delegation Informationen über wichtige Akteure des Drogenhandels an die USA – in der Hoffnung, diese gemeinsam zu bekämpfen. Die Differenzen bleiben also, doch arbeiten beide Seiten an einem Kompromiss. Für Petro ist das ein Erfolg. Kolumbien war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika. Zuletzt kühlte sich das Verhältnis allerdings ab. Die US-Regierung stufte Kolumbien im vergangenen Jahr als Land ein, das seine internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen illegale Drogen nicht erfüllt. Dennoch weiß auch Trump: Ohne Kolumbien wird aus seinem Kampf gegen den Drogenhandel ein Kampf gegen Windmühlen. Er kann die Führung des Landes also nicht einfach vor den Kopf stoßen. Petro sorgt sich um seine Nachfolge Für den kolumbianischen Präsidenten kam das Treffen gelegen. Seine Amtszeit neigt sich dem Ende entgegen. Schon im Mai wählen die Kolumbianer einen neuen Präsidenten. Gemäß der Verfassung darf Petro – der erste linksgerichtete Staatschef in der Geschichte des Landes – nicht erneut antreten. Er bemüht sich jedoch darum, mit Iván Cepeda einen Nachfolger aufzubauen. Steve Witkoff: Wenn er scheitert, droht Krieg Nach US-Intervention in Venezuela : Trump attackiert einen weiteren Präsidenten Der Menschenrechtsanwalt Cepeda geht als möglicher Petro-Nachfolger mit einer großen Hypothek in den Wahlkampf. Denn die Präsidentschaft Gustavo Petros wird von Experten eher negativ bewertet. Insbesondere die schleppende wirtschaftliche Entwicklung sowie eine Verschlechterung der Sicherheitslage werden Petro angekreidet. Bis vor wenigen Wochen hatte der ehemalige Guerillakämpfer Petro seine Politik des "totalen Friedens" verfolgt und Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen in Kolumbien forciert. Dafür sah er von härterem militärischen Vorgehen ab. Mittlerweile hat das Militär jedoch vereinzelt wieder Bombardements auf die Verstecke jener Gruppen aufgenommen. Mischt sich Trump in die Wahlen ein? Außerdem nutzte die Opposition das bislang schlechte Verhältnis von Petro zu Trump zuletzt regelmäßig für Angriffe auf den Präsidenten und seinen möglichen Nachfolger. Der Tenor: Ein linker Präsident bringe das Land durch eine Konfrontation mit den USA in Gefahr. Die Situation in den USA ist für Wahlen in Kolumbien stets ein wichtiger Faktor. Dies kommt aktuell besonders zum Tragen, denn Trump mischt sich aktiv in Wahlen in Südamerika ein. Dem argentinischen Präsidenten Javier Milei verhalf er mit der Ankündigung von Finanzspritzen schon zu einem Erfolg bei den Zwischenwahlen. Seine Unterstützung des Kandidaten Nasry Asfura in Honduras brachte diesem laut Ansicht von Experten zudem den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen ein. Mit Abelardo de la Espriella steht in Kolumbien bereits ein Kandidat in den Startlöchern, der offen um die Gunst des US-Präsidenten buhlt. Umfragen prognostizieren eine Stichwahl zwischen de la Espriella und Cepeda. Der Besuch des amtierenden Präsidenten Petro dürfte also auch mit Blick auf die Wahlen erfolgt sein. Auf die Unterstützung Trumps kann die kolumbianische Linke wohl nicht hoffen. Doch es wäre bereits ein Erfolg, wenn der US-Präsident sich für gar keinen Kandidaten offen entscheidet.

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