Die Wintersportlerin Juliane Frühwirt kämpfte sich nach schwerer Verletzung zurück. Nun aber beendet sie ihre Karriere. Der Traum von Olympia ist geplatzt – nun zieht Juliane Frühwirt einen klaren Schlussstrich. Die deutsche Biathletin hat ihre aktive Laufbahn beendet. Nach Jahren im Leistungssport und einem schweren Einschnitt durch einen Unfall richtet die 27-Jährige ihren Blick auf ein neues Kapitel abseits der Loipe. Frühwirt gewann in ihrer Karriere unter anderem Gold bei den Olympischen Jugend-Winterspielen und holte zwei Medaillen bei Juniorenweltmeisterschaften. Im Weltcup gelang ihr jedoch nie der dauerhafte Anschluss an die Spitze. Auch die Nominierung für die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina verpasste sie deutlich. Nun ist Schluss. "Zeit, meine Karriere offiziell zu beenden", schrieb Juliane Frühwirt am Dienstag in den sozialen Medien und machte damit das Ende ihrer Laufbahn als Profi-Biathletin öffentlich. Zur Begründung erklärte Frühwirt: "Die, die mich kennen, wissen: Die Saison 2025/26 hatte ich mit dem Ziel Olympia in Angriff genommen. Dazu hat es nicht gereicht. Ich habe das Trainieren, alles dem Sport unterordnen, immer geliebt. Wie ihr wisst, bin ich seit meinem Unfall nun aber auch Unternehmerin, und was soll ich sagen – mit diesem Erfolg von Jule's Coaching habe ich so nicht gerechnet." Frühwirt verletzte sich 2024 schwer Das sei ein Erfolg, den sich die Biathletin "hart erarbeitet habe". Zugleich kam es einer anstrengenden Mehrfachbelastung gleich: "Für mich waren die letzten neun Monate absolut am Limit. Deshalb hat sich die Entscheidung, mitten in der Saison zu sagen: ‚Es reicht‘, leicht und stimmig angefühlt." Ein schwerer Unfall hatte Frühwirt zuvor stark zurückgeworfen. Im März 2024 stürzte sie beim Warmlaufen für ein Langlauf-Sprint-Rennen. Dabei bohrte sich ein Stock durch ihre linke Wange in den Oberkiefer. Zudem fehlte ein Stück der Zunge, die Kiefergelenke waren ausgekugelt. Es folgte ein langer und schwieriger Weg zurück, der nun endet. Unter der Marke "Jule's Coaching" unterstützt Frühwirt inzwischen "ambitionierte Amateur-Sportler oder anspruchsvolle Hobby-Sportler" bei der Erreichung ihrer Ziele. Dieses Projekt dürfte künftig im Mittelpunkt stehen. Rückblickend erklärte Frühwirt, sie habe im Biathlon zwar nicht alles erreicht, was sie sich erhofft habe. Dennoch sei sie stolz auf ihren Weg, da sie nie "mit dem größten Talent gesegnet" gewesen sei und sich alles hart erarbeitet habe. Abschließend bedankte sie sich bei allen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.