Ein Mann aus Aschersleben soll bei Ausschreitungen einen Polizisten mit einer Steinplatte angegriffen haben. Zwei weitere Personen könnten noch folgen. Die Polizei hat nach den schweren Ausschreitungen beim Heimspiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden einen ersten Tatverdächtigen festgenommen. Der 29-jährige Mann aus Aschersleben soll während der Krawalle einen Polizisten mit einer Steinplatte angegriffen und verletzt haben. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Mordes, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Nach seiner Festnahme wurde der Beschuldigte einem Haftrichter am Amtsgericht Magdeburg vorgeführt, der den Haftbefehl erließ. Anschließend erfolgte die Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt. Die Gewalteskalation ereignete sich am vergangenen Samstag nahe dem Block der Heimfans. Insgesamt wurden 70 Polizeibeamte verletzt, als Randalierer mit Steinen, Absperrgittern, Mülltonnen, Stühlen, Toiletten, Gehwegplatten und einem Gullydeckel auf die Einsatzkräfte losgingen. In zwei weiteren Fällen ermittelt die Polizei ebenfalls wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der 1. FC Magdeburg äußert sich vor dem anstehenden Heimspiel gegen Hannover 96 am Freitag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei t-online) nicht zu möglichen Konsequenzen. Der Verein arbeitet nach eigenen Angaben noch die Vorkommnisse auf. Zu eventuellen Änderungen am Sicherheitskonzept gibt es bislang keine Stellungnahme.