Fußball: "Auf dem Teppich bleiben": Magdeburg will nicht abheben
Zweitligist 1. FC Magdeburg setzt seine Serie in Braunschweig fort, rettet die gute Form über die Winterpause. Vor dem Derby gegen Dresden wollen Spieler wie Trainer vor allem eins: Nicht abheben.
Die wichtigste Frage nach einer Winterpause hat der 1. FC Magdeburg in Braunschweig mit Ja beantwortet: Gelingt es den Elbestädtern die Serie vor der Pause fortzusetzen und die gute Form zu bewahren? Mit 3:0 gewann der FCM beim direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, war über die gesamte Spielzeit überlegen und hätte wohl noch höher gewinnen können.
Höhenflüge bekommen sie in Magdeburg deswegen aber gerade nicht. Unisono betonten Spieler und Trainer am Freitag, es sei - außer dem Dreier - nichts erreicht. "Wir dürfen unseren Flow jetzt nicht überbewerten, sondern müssen auf dem Boden der Tatsachen bleiben", sagte FCM-Topscorer Baris Atik. Trainer Petrik Sander betonte: "Es ist nicht so lange her, da hatten wir drei Punkte. Also immer schön auf dem Teppich bleiben."
Kongeniales Duo aus Atik und Zukowski
In den zehn Spielen, die Sander mit den Magdeburgern bestritten hat, sammelte der Quedlinburger 17 Zähler, ein fast aufstiegsreifer Schnitt - wenn eben nicht vorher acht Spieltage nahezu verschenkt worden wären. Der Magdeburger Aufschwung lässt sich ideal an zwei Spielern nachverfolgen. Einerseits kommt Baris Atik immer besser in Schwung, sammelte in den letzten fünf Partien sieben Scorerpunkte, andererseits scheint sich Mateusz Zukowski zum kongenialen Partner zu entwickeln: Der Pole kam in den letzten fünf Partien auf fünf Treffer und eine Vorlage.
Der Magdeburger Lauf kommt zur rechten Zeit, denn der Rückrundenbeginn ist mit zahlreichen Duellen innerhalb der Abstiegszone gespickt. Greuther Fürth und Arminia Bielefeld sind in den nächsten Wochen noch Gegner der Blau-Weißen. Überstrahlt werden diese Partien aber vom Ostderby am kommenden Sonnabend gegen Dynamo Dresden.
Zweiter Derbyerfolg der Saison möglich
Zum Abendspiel des 19. Spieltags empfängt der FCM den Erzrivalen vor ausverkauftem Haus unter Flutlicht. In Dresden gelang Magdeburg der einzige Dreier unter Sanders Vorgänger Markus Fiedler. Hier ist also keine offene Rechnung zu begleichen, aber ein Sieg dennoch Pflicht, um sich von der Abstiegszone weiter abzusetzen. Bleibt Magdeburg im Fluss, stehen die Chancen auf den zweiten Derbysieg der Saison gut.