Die Bilanz von Sacha Boey ist in dieser Saison übersichtlich. Nur neun Einsätze in der Bundesliga – zuletzt fehlte er krank. Nun gibt es Wirbel um ihn. Sacha Boey musste zum Rapport zu Bayern-Trainer Vincent Kompany . Das berichtet die "Bild"-Zeitung in der neuen Folge des "Bayern Insider"-Podcasts. Demnach habe es ein "Donnerwetter" gegeben. "Es gab ein Gespräch 1 zu 1 – typisch Kompany. Er hat ihm richtig Feuer gegeben", berichtete die Zeitung. Der Grund für dieses Einzelgespräch sei ein Vorfall während des Auswärtsspiels bei Union Berlin am 8. November gewesen. Gegen die Eisernen riss die Siegesserie des deutschen Rekordmeisters (2:2). Boey saß, wie häufig, auf der Bank, sollte jedoch eingewechselt werden. Hier gebe es die sogenannte Be-ready-Regel des Bayern-Trainers für seine Einwechselspieler. Die bedeute: Wer auf der Bank sitzt, soll sofort bereit für Erwärmung und Einwechslung sein. Die Schienbeinschoner, Schuhe und Tapes sollen bereits fix und fertig sein. "Und Boey fiel da aus der Reihe", heißt es im Podcast. Sacha Boey war noch nicht zur Einwechslung bereit Der Franzose habe weder seine Schuhe noch seine Schienbeinschoner angehabt, war demnach nicht "ready". Die kurzfristige Folge: Kompany ließ den Außenverteidiger draußen und wechselte ihn auch in den folgenden Partien bis zu seiner Erkrankung nicht ein. Seitdem fehlt Boey. Im Podcast wird auch darüber gesprochen, dass Boey Magenprobleme habe, "die ihn wirklich außer Gefecht" setzen würden. So streng die Maßnahme von Kompany auch klingt – sie wurde dennoch bewusst gewählt. Der Belgier habe das Gespräch nicht vor der versammelten Mannschaft abgehalten, weil er den Spieler nicht bloßstellen wolle. "Trotzdem ist so eine Mannschaft ja auch ein Organismus, wo sich so etwas rumspricht." Die anderen Spieler haben demnach sehr wohl von der Trainer-Kritik an Boey mitbekommen.