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Proteste im Iran: "Hass ist um Vielfaches gestiegen"

Während der Zugang zum Internet im Iran weiter blockiert ist, ebben die Proteste im Land ab. Iran-Expertin Gilda Sahebi erklärt, warum das Regime in Zukunft dennoch fallen wird. Die Massenproteste im Iran sind vorerst verstummt, doch die Angst bleibt. Die tödliche Gewalt der Sicherheitskräfte hat tiefe Spuren der Einschüchterung gezogen, die Straßen sind wieder leer. Während viele im Land versuchen, das Geschehene zu verarbeiten, wächst die Furcht vor dem, was noch kommen könnte: ein militärischer Konflikt mit den USA . Zukunft des Iran: Davon wird sich das Mullah-Regime nicht erholen Massenproteste im Iran: "Jetzt ist ihnen der Kragen geplatzt" Seit gut einer Woche ist die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten, der digitale Vorhang zugezogen. Zwar sind seit Kurzem wieder Auslandsgespräche möglich, eingehende Anrufe bleiben jedoch blockiert. Millionen Iranerinnen und Iraner im Ausland sorgen sich um ihre Angehörigen. Im Gespräch mit t-online schildert Iran-Expertin Gilda Sahebi, welche Berichte sie aus dem Land erreichen – und warum sie davon überzeugt ist, dass es den US-Präsidenten Donald Trump nicht braucht, um das iranische Regime zu Fall zu bringen. t-online: Frau Sahebi, angesichts der Nachrichten aus dem Iran: Haben Sie etwas von Menschen vor Ort gehört? Gilda Sahebi: Es ist weiterhin schwer zu erfahren, wie die Lage ist. Der Internet-Shutdown besteht nun seit fast einer Woche, das gab es noch nie. In den ersten Tagen kamen noch ein paar Videos durch, mutmaßlich über Starlink-Satelliten. Jetzt scheint es so, als würde das Regime sehr rigoros gegen diesen verbliebenen Kommunikationsweg vorgehen. Das merkt man – es kommt nur noch wenig durch. Wie erfahren Sie dann, was gerade im Iran passiert? Inzwischen erhält man unter anderem Informationen von Menschen, die das Land verlassen haben – die mit dem Auto oder Bus über die Grenze in die Türkei gelangt sind. Manche von ihnen sind auch ausgeflogen. Das Festnetz im Iran funktioniert zwar in Teilen, wenn man ins Ausland telefonieren will, aber es wird vom Regime überwacht. Ich habe beispielsweise mit einer Person Kontakt, die noch über Satelliteninternet ihre Mutter in einer Großstadt im Osten des Landes sprechen konnte. Was hat sie erzählt? Sie hat viel geweint und erzählt, dass Angehörige 13.000 Dollar für die Leichen der Getöteten zahlen müssen. Ohnehin ist es gängige Praxis des Regimes, dass es die Leichen nicht herausgibt. Oder sie versteckt, damit die wahre Anzahl an Toten nicht ans Licht kommt. Was hören Sie noch aus dem Land? Ich höre von massiver Gewalt auf den Straßen. Aus Krankenhäusern berichten Ärzte, dass sie tagelang nicht mit Operationen nachgekommen sind, dass den Leuten in den Kopf oder in das Herz geschossen wird. Und dass es inzwischen weniger Proteste gibt – logischerweise. Warum ist das logisch? Im Iran auf die Straße zu gehen und zu protestieren, gleicht inzwischen im Grunde einem Selbstmord. Eine Person sagte mir, dass sich die Einsatzkräfte des Regimes unter Tschadors, also großen dunklen Tüchern, verstecken und schießen. Fest steht, das Regime tötet – auf brutalste Weise. Man kann jetzt nicht mehr auf die Straße gehen. Die Todeszahlen gehen stark auseinander. Wie schätzen Sie das Ausmaß ein? Am ehesten kann man sich auf die Zahlen der Menschenrechtsorganisationen verlassen. Diese sprechen von rund 3.000 Getöteten, die verifiziert sind. Das ist bereits jetzt ein Rekord an Toten im Vergleich zu vorherigen Protesten. Aber die Schätzungen über die wahren Zahlen liegen weitaus höher. Wie geht es dann jetzt weiter? Es sah lange so aus, als sei es diesmal anders, als könnte das Regime diesmal von innen gestürzt werden. Ich bin davon überzeugt, dass es aus dem Inneren heraus passieren wird. Das Regime wird stürzen, indem die Machtbasis des Regimes erodiert. Es wird irgendwann einen Kipppunkt geben. Erklären Sie das bitte. Weil die Proteste oder jeglicher Druck auf das Regime dazu führen können, dass Regimeanhänger denken, das Regime wird nicht bleiben. Dass sie auf Dauer nicht überleben werden. Dann denken bisherige Anhänger, es ist besser, wenn sie sich jetzt abwenden. So wird das Regime fallen – irgendwann. Deswegen hat das Regime auch solche Angst vor Protesten. Es kann auch einen Putsch geben. Man weiß nicht, was passiert. Wie lange könnte es dauern, bis das Regime von innen zerfällt? Das ist für mich völlig unmöglich zu sagen. Es hängt von vielen Faktoren ab. Was ich sicher sagen kann, ist: Der Widerstand und der Hass auf das Regime sind jetzt noch einmal um ein Vielfaches gestiegen. Woran machen Sie das fest? Wenn Tausende Menschen getötet wurden, dann sind es Hunderttausende Menschen, die diese Toten kennen – die leiden und die das niemals vergessen werden. Es ist nicht so, dass das Regime, als die Proteste begannen, Wirtschaftsprogramme aufgesetzt hat. Sie haben gemordet. Das ist kein nachhaltiges Konzept für einen Staat, das kann nicht funktionieren. Der Hass ist ins Unermessliche gestiegen. Denken Sie, Trump wird noch eingreifen – und würde das etwas an der Lage ändern? Es ist ein zu Misserfolg verdammtes Unterfangen, Donald Trump zu analysieren. Er ist nicht berechenbar. Es kann sein, dass er sich heute dagegen entscheidet und morgen dafür. Ich sehe in seinen Aussagen aber vor allem eines: ein besonderes Maß an Grausamkeit, die Menschen aufzufordern, auf die Straßen zu gehen – und im nächsten Moment den Aussagen des Regimes zu glauben, dass es keine Hinrichtungen gebe. Also gibt es sie? Natürlich. Ich habe eine Grundregel im Umgang mit diesem Regime, und ich beobachte es nun seit 15 Jahren: Alles, was von dem iranischen Regime kommt, ist erst mal eine Lüge. Bis zum Beweis des Gegenteils – und das Gegenteil wurde selten bewiesen. Frau Sahebi, vielen Dank für das Gespräch!

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