Statistik: Bereinigter Gender-Pay-Gap in Schleswig-Holstein gefallen
Bei dem bereinigten Wert handelt es sich um eine Art Obergrenze, die über die Verdienstdiskriminierung von Frauen informiert. Der unbereinigte Wert liegt weitaus höher.
Der bereinigte Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern ist vergangenes Jahr in Schleswig-Holstein gefallen. Er liegt mittlerweile bei sechs Prozent, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um einen Prozentpunkt zu 2024.
Um den bereinigten Wert zu errechnen, vergleicht das Amt zusätzlich Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Zu den Ursachen des Unterschieds machte das Amt keine weiterführenden Angaben.
Der bereinigte Gender-Pay-Gap stellt laut dem Statistikamt eine Art Obergrenze dar, die über die Verdienstdiskriminierung von Frauen informiert. Der Unterschied fiele geringer aus, wenn weitere Informationen vorlägen - etwa Angaben zum individuellen Verhalten in Gehaltsverhandlungen.
Unbereinigter Verdienstunterschied lag bei elf Prozent
Der unbereinigte Verdienstunterschied lag bei zwölf Prozent. Der Unterschied nahm zu 2024 gegenläufig um einen Prozentpunkt zu. Bundesweit lag der unbereinigte Gender-Pay-Gap im Schnitt bei 16 Prozent. Das heißt, der Verdienstunterschied ist in Schleswig-Holstein geringer als im Bundesschnitt.
Laut dem Statistikamt sind Frauen in Schleswig-Holstein bei Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 30,1 Jahr alt. "Ab diesem Alter stagniert ihr durchschnittlicher Bruttostundenverdienst nahezu, während er bei den Männern mit zunehmendem Alter fast stetig ansteigt", teilte das Amt mit.