Weit über 70 Millionen verkaufte Bücher: Erich von Däniken hat mit seinen Alien-Forschungen jahrelang Aufsehen erregt. Jetzt ist der legendäre Autor gestorben. Erich von Däniken feierte Ende der Sechziger seinen ersten kommerziellen Erfolg – und machte sich über Jahrzehnte mit seinen Publikationen zu außerirdischem Leben einen Namen. Film- und Kulturschaffende aller Art, wie Regisseur Ridley Scott, bekannten sich öffentlich als Fan des Autors. Jetzt ist der Schweizer im Alter von 90 Jahren gestorben, wie sein Büro und seine Familie mitteilten. "Mit großer Trauer und Betroffenheit müssen wir bekannt geben, dass Erich von Däniken am 10. Januar 2026 verstorben ist", heißt es auf seiner Webseite. Details zu den Todesumständen wurden nicht bekannt. Däniken sei "nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Unterseen im Kanton Bern" gestorben, heißt es lediglich. "Prä-Astronautik": Bevölkerten Aliens die Erde? Erich von Däniken wurde am 14. April 1935 im schweizerischen Zofingen geboren und wuchs in Schaffhausen auf. Laut eigenen Angaben interessierte er sich seit früher Kindheit für Themen der Mythologie, Archäologie und Ethnologie. Die beginnende Raumfahrt der Fünfziger- und Sechzigerjahre soll ihn in seinen Ideen bestärkt haben, dass "Außerirdische vor Jahrtausenden auf die Entwicklung der Menschheit Einfluss genommen und Spuren auf der Erde hinterlassen haben". "Ich habe ihr sehr wehgetan": Der berühmte Ex-Freund von Iris Berben Er wurde 85: Caroline von Hannovers erster Ehemann ist tot Annika Lau: RTL-Star nimmt tränenreich Abschied Eine wissenschaftliche Ausbildung konnte Däniken nicht vorweisen, er absolvierte eine Lehre als Koch, arbeitete später auch als Kellner und Hotelier. 1975 bekam er von der bolivianischen Universität "Universidad Boliviana José Ballivian" die Ehrendoktorwürde verliehen. Im Verlauf seiner Karriere unternahm er Expeditionen in alle Teile der Welt und dokumentierte akribisch seltsame Funde, die seiner Ansicht nach nicht in das Schema der Archäologie und Mythologie passten. Er vertrat etwa die These, dass die Pyramiden in Ägypten mithilfe von Aliens gebaut worden seien. Bei vielen Experten und Beobachtern galt Erich von Däniken als Scharlatan. Mit seiner Theorie der sogenannten Prä-Astronautik machte der Schweizer nicht nur Schlagzeilen, sondern löste auch Stirnrunzeln aus: Er war fest überzeugt, dass Außerirdische bereits in der Frühgeschichte die Erde besucht und menschliche Kulturen beeinflusst hätten. Däniken behauptete auch seit 2006, er habe im Jahr 1987 Kontakt mit einem Außerirdischen gehabt. Er hat diese Behauptung zunächst in dem Roman "Tomy und der Planet der Lüge" veröffentlicht und später in Interviews bekräftigt. Seine zahlreichen Veröffentlichungen sollen auch Filmschaffende wie Steven Spielberg und andere Kreative beeinflusst haben. Neben seiner Tätigkeit als Autor machte sich Däniken auch im Fernsehen einen Namen, war mehrfach Gast in TV-Shows. In den Neunzigern produzierte er etwa die 25-teilige Fernsehserie "Auf den Spuren der All-Mächtigen" für Sat.1 sowie drei TV-Dokumentationen in Zusammenarbeit mit RTL. 2008 war von Däniken bei der von ProSieben produzierten Fernsehshow "Uri Geller Live: Ufos und Aliens – Das unglaubliche TV-Experiment" zu Gast. Jetzt ist der selbsternannte "Alien-Forscher" tot. Er hinterlässt seine Ehefrau Elisabeth Skaja, mit der er seit 1960 verheiratet war, sowie die gemeinsame Tochter.