Donald Trump hat sich möglicherweise verklickt: "Wo bist du?", fragte er Elon Musk auf seiner Plattform Truth Social – und offenbarte damit mehrere interessante Dinge. Die Nachricht ist wenige Sätze kurz, aber sie enthält einige aufschlussreiche Informationen. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat auf seiner eigenen Internetplattform Truth Social einen Beitrag veröffentlicht, der möglicherweise gar nicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt, sondern eine private Botschaft an Elon Musk sein sollte. Das zumindest sagt unter anderem eine CNN-Journalistin unter Berufung auf Trump-Berater. Sie bezeichnete die angebliche Fehlleistung Trumps als witzig und gleichzeitig interessant. Denn Trumps Nachricht sendet auch an die Öffentlichkeit mehrere Botschaften. "Wann kommst du ins 'Zentrum des Universums'?" "Wo bist du?", fragt Trump in dem Post. "Wann kommst du ins 'Zentrum des Universums', nach Mar-a-Lago? Bill Gates hat um ein Treffen gebeten, heute Abend. Wir vermissen dich und X. Silvester wird toll." Mit X scheint Musks viereinhalb Jahre alter Sohn X Æ A-Xii gemeint zu sein, den der Tech-Milliardär im Alltag schlicht X nennt – so wie er auch seinen Kurznachrichtendienst (ehemals Twitter) getauft hat. Darüber hinaus gibt Trumps Beitrag einmal mehr Einblick in das Seelenleben des künftigen Präsidenten, der sein Anwesen in Florida für das Zentrum des Universums und seine Partys dort für unwiderstehlich hält. "Die Bromance erfreut sich bester Gesundheit" Vor allem aber zeigt der Post, wie es um das Verhältnis zwischen Trump und Musk steht. Zuletzt hatten sich rechtsradikale Trump-Anhänger öffentlich gegen Musk gestellt. Die für Verschwörungstheorien und besonders menschenfeindliche Haltungen bekannte Polit-Influencerin Laura Loomer zum Beispiel hatte "die Big-Tech-Milliardäre" für deren Haltung zur Einwanderungspolitik angegriffen. Hintergrund ist ein Streit um spezielle Visa für hoch bezahlte Spezialisten aus aller Welt. Musk will diese Fachkräfte weiter in die USA lassen – während Loomer das ablehnt. Mehr zu der Auseinandersetzung lesen Sie hier . Die CNN-Reporterin Alayna Treene interpretiert Trumps jüngsten Beitrag nun als Stütze für Musk. "Die Bromance zwischen Trump und Musk erfreut sich bester Gesundheit", analysierte sie. Interessant an der Botschaft an Musk ist außerdem, dass Trump behauptet, Bill Gates habe ihn nach einem Treffen gefragt. Gates ist für viele Trump-Anhänger das personifizierte Böse, unter anderem, weil sie zahlreiche Verschwörungstheorien rund um den Microsoft-Gründer und das Coronavirus glauben. Zuletzt hatte Trump mehrere Tech-Größen getroffen, darunter Amazon-Gründer Jeff Bezos und Facebook-Chef Mark Zuckerberg . Trump hatte damit angegeben und geschrieben: "Jeder will mein Freund sein." Ob nun tatsächlich auch Bill Gates ein Treffen anstrebt, ist allerdings unklar. Eine Bestätigung von Gates steht noch aus.