Krieg im Sudan | „Hier gibt es keine Zukunft“: Sudanesische Flüchtlinge im Tschad
Sie stürmten ins Zimmer und zogen den Jungen unter einem Bett hervor. Seine braunen Augen weiteten sich vor Todesangst, als sie ihm eine Waffe an die Schläfe hielten. Dann fielen zwei Schüsse. Nadifa Ismail wollte zu ihrem Sohn, doch die Eindringlinge schoben sie aus dem Haus, das Augenblicke später von den bewaffneten Männern in Brand gesetzt wurde. So verbrannten der Körper ihres Kindes und alles, was Nadifa Ismail je besaß.
Wochen später, am 28. Februar, musste sie – inzwischen ein mittelloser Flüchtling – in der Region Darfur mit staubbedeckter Kleidung an der paramilitärischen Gruppe vorbei, die ihren Sohn getötet hatte. Nadifa war an diesem Tag die 212. Person, die es über den Grenzübergang in Richtung der St
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