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Namensrecht: In 500 Jahren könnten alle Japaner denselben Nachnamen tragen

Stern 

Bis 2531 könnten alle Japanerinnen und Japaner mit dem Namen "Sato-san" angesprochen werden. Das liegt an dem konservativen Namensrecht, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt. Dagegen regt sich Widerstand.

Sato eins, Sato zwei, Sato drei ... Wie würde eine Welt aussehen, in der alle denselben Nachnamen tragen? Müsste man die Menschen durchnummerieren, um sie mindestens auf dem Papier unterscheiden zu können? Im Jahr 2531 könnte das in Japan Realität werden, zitiert die Tageszeitung "Mainichi" eine Studie. Das ostasiatische Land ist weltweit der einzige Staat, der Ehepartner dazu verpflichtet, sich für einen gemeinsamen Nachnamen zu entscheiden. Doppelnamen oder getrennte Namen, wie beispielsweise in Deutschland, sind dort nicht möglich.

Für seine Prognose nutzte Hiroshi Yoshida, Professor für Wirtschaft an der Tohoku-Universität in Sendai, Daten einer öffentlich zugänglichen Namens-Website. Dieser zufolge lautet der häufigste Name in Japan Sato, 1,53 Prozent der Bevölkerung heißen derzeit so. Von 2022 bis 2023 ist der Anteil der Japanerinnen und Japaner mit diesem Nachnamen um das 1,0083-fache gestiegen. Das klingt erst einmal wenig, doch setzt sich dieser Trend fort, könnte bis 2446 bereits die Hälfte der Bevölkerung denselben Nachnamen tragen. Weniger als 100 Jahre später wären es dann alle, wenn sich das Namensrecht und die Rate, wer sich für den Namen Sato entscheidet, nicht verändert, schlussfolgert Yoshida. Ein Professor schlug Massensuizid für alte Menschen in Japan vor. Warum das dort Zuspruch findet 14.35

"Ich glaube nicht, dass das eine gute Welt wäre, in der wir leben könnten", sagte der Wirtschaftswissenschaftler der Zeitung "Mainichi". Würde die japanische Regierung Ehepaaren getrennte Nachnamen erlauben, würde sich die Prognose ändern.

Initiativen fordern ein anderes Namensrecht in Japan

Mehrere Gruppen fordern, dass das konservative Namensrecht in Japan geändert wird; es stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Auch das "Think Name Project", welches die Studie gemeinsam mit anderen Organisationen in Auftrag gab, möchte es mit einer Kampagne modernisieren. Yoshida selbst unterstützt das Ziel und will mit seiner Studie zum Nachdenken anregen. Eine Nation von Satos "wird nicht nur unbequem sein, sondern auch die Würde des Einzelnen untergraben", sagte er der Zeitung "Asahi Shimbun". Dies könne auch zum Verlust des familiären und regionalen Erbes führen.

Dass sich Ehepaare für einen gemeinsamen Familiennamen entscheiden müssen, führt auch dazu, dass meist die Frau ihren Geburtsnamen aufgibt. In 95 Prozent der Fälle nimmt sie den Nachnamen ihres Mannes an.

73 Prozent der Frauen in Japan gehen laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einer bezahlten Beschäftigung nach. Die Pflicht zur Namensänderung wirkt sich besonders auf diejenigen aus, die international tätig sind. Deshalb setzt sich auch die Japan Business Federation, eine Lobbygruppe bekannt als Keidanren, für ein geändertes Namensrecht ein.

Keidanren stellte sich hinter die Kampagne und gab der Zeitung "Mainichi" Beispiele zu Protokoll, die die Konsequenzen des derzeitigen Systems zeigen. Eine Wissenschaftlerin berichtet, ihre unter dem Familiennamen veröffentlichten Aufsätze wurden international nicht mehr anerkannt, das ruiniere ihre Karriere. Eine andere Person sagte, ihr Rufname werde bei Vertragsunterzeichnungen nicht akzeptiert. Andere ärgern sich über den damit verbundenen Aufwand und die Kosten.

Konservative Mitglieder der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) wollen die derzeitige Gesetzgebung beibehalten. So zitiert der "Guardian" die Sorge, eine Änderung des Namensrechts würde die Einheit der Familie "untergraben" und könnte bei Kindern Verwirrung stiften.

Quellen:  "The Mainichi", Hiroshi Yoshida Studie, "The Guardian", OECD

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