Einkommen: Die Nordfriesen können sich im Schnitt am meisten leisten
Was ist das Einkommen regional wert? Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berechnet, indem es Einkommen mit regionalen Preisen für die Lebenshaltung verglichen hat.
In Schleswig-Holstein können sich die Menschen aus dem Kreis Nordfriesland durchschnittlich am meisten leisten. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berechnet. Das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen, das sich aus dem Preisniveau eines Kreises und dem Einkommen ergibt, lag in Nordfriesland im Jahr 2023 bei 34.062 Euro.
Bundesweit liegt der Kreis, zu dem die wohlhabende Insel Sylt gehört, auf Rang 11 von 400. Nicht nur verdienen die Einwohner Nordfrieslands überdurchschnittlich gut. Die durchschnittlichen Preise - etwa für Mieten - sind zudem niedriger als im Bundesschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei in Schleswig-Holstein liegen die Kreise Stormarn und Rendsburg-Eckernförde.
Am wenigsten leisten können sich die Menschen in den größten Städten des Bundeslands. Im einkommensschwachen Flensburg liegt das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen bei 24.198 Euro, was bundesweit Rang 390 von 400 entspricht. In Kiel und Lübeck fällt es nicht viel höher aus.
Das Leben ist teuer, besonders in Hamburg
In Hamburg ist die Kaufkraft höher als in den drei genannten Städten in Schleswig-Holstein. Das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen beträgt 26.685 Euro. Zwar verdienen die Hamburger eher gut. Aber die Preise, die sie für die Lebenshaltung zahlen müssen, gehören zu den höchsten des Landes.
Basis der Auswertung ist eine Datensammlung des IW Köln zu regionalen Preisen, die die Forscher mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamts verknüpft haben. Die Werte beruhen auf Daten des Jahres 2023, weil laut IW Köln vor allem für die Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen.