Er gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods: Harrison Ford. Doch in jungen Jahren war das Leben des Schauspielers von Einsamkeit und Traurigkeit geprägt. Bevor er als Han Solo in "Star Wars" oder als Indiana Jones zur Leinwandlegende wurde, durchlebte Harrison Ford eine schwierige Zeit. Im Podcast "Awards Chatter" des "Hollywood Reporter" hat der 83-Jährige nun offen über ein dunkles Kapitel während des Studiums gesprochen. Damals, am Ripon College in Wisconsin, verließ Ford sein Einzelzimmer kaum noch. Er bestellte Pizza, aß sie allein und schlief wieder ein. "Ich war mehr als nur depressiv. Ich glaube, ich war krank", sagte er. "Ich war sozial krank, psychisch nicht in Ordnung." Berühmte Ex-Frau des Filmstars: Mit ihr war Harrison Ford 20 Jahre verheiratet An den seltenen Tagen, an denen er den Weg in den Unterricht antrat, drehte er oft noch vor dem Eingang um. Ford beschrieb, er habe "auf den seltenen Anlass", dass er tatsächlich in den Unterrichtsraum gegangen sei, oft die Tür von außen berührt und sei dann umgekehrt. Den Wendepunkt brachte ausgerechnet ein Versehen. An der Universität habe er "nie eine Gemeinschaft gefunden", berichtete Ford. Das änderte sich erst, als er einen Theaterkurs belegte. Ursprünglich habe er sich nur eingeschrieben, um seinen schlechten Notendurchschnitt zu verbessern. Dass er dabei selbst auf der Bühne stehen würde, habe er zunächst nicht gewusst. Es war seine erste Bühnenerfahrung überhaupt. Die Tätigkeit als Schauspieler holte ihn aus seiner Einsamkeit heraus. Er erkannte, dass die Menschen, die er für Außenseiter hielt, "zu den interessantesten Menschen gehörten, die ich kannte". Der Zusammenhalt gab ihm Halt. Das Schauspiel habe seine Welt und sein Leben verändert. Der Durchbruch als Schauspieler ließ dennoch lange auf sich warten. Mehr als ein Jahrzehnt arbeitete Ford in Hollywood , unter anderem als Tischler, bevor ihn "Star Wars" im Jahr 1977 zum Weltstar machte.