Eric Swalwell will im Bundesstaat Kalifornien Gavin Newsom als Gouverneur ablösen. Jetzt wird dem Demokraten vorgeworfen, eine Mitarbeiterin vergewaltigt zu haben. Dem US-Politiker Eric Swalwell werden Vergewaltigungen und weitere Sexualdelikte vorgeworfen. Swalwell, der sich um das Amt des Gouverneurs im Bundesstaat Kalifornien bewirbt, soll eine Frau zweimal vergewaltigt haben, während diese betrunken war, berichten US-Medien übereinstimmend. Zunächst hatte der "San Francisco Chronicle" darüber berichtet. Bei dem Opfer soll es sich um eine damals 21-Jährige gehandelt haben, die 2019 begonnen haben soll, für den Politiker zu arbeiten. Der Demokrat soll der Frau unter anderem Bilder seiner Genitalien geschickt und sie aufgefordert haben, ihm Nacktbilder zu senden. Später soll die Frau Sex mit dem Abgeordneten gehabt haben, an den sie sich aufgrund ihrer Trunkenheit nicht mehr erinnern konnte. 2024 soll es erneut dazu gekommen sein, nachdem die Frau bereits nicht mehr für Swalwell gearbeitet haben soll. Sie soll sich nur noch bruchstückhaft an den Abend erinnern können. Allerdings soll sie Swalwell während des Sex aufgefordert haben, aufzuhören. Politiker weist Vorwürfe zurück Das Team des Politikers hatte am Donnerstag eine Unterlassungsaufforderung an das mutmaßliche Opfer gesendet. In einer öffentlichen Erklärung gab er zudem an, dass die Vorwürfe falsch seien: "Ich werde mich mit den Fakten verteidigen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten", heißt es in der Erklärung. Für Swalwell gilt die Unschuldsvermutung. Der Demokrat vertritt Kalifornien seit 2013 als Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Der 45-Jährige kandidiert zudem für das Amt des Gouverneurs in dem Bundesstaat. Swalwell möchte den aktuellen Amtsinhaber Gavin Newsom ablösen und galt bislang in seiner Partei laut Umfragen als aussichtsreicher Kandidat. Newsom darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren und gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat seiner Partei. Am Freitag hatten mehrere prominente Demokraten dem Abgeordneten die Unterstützung im Wahlkampf entzogen und ihn zur Aufgabe seiner Kampagne aufgefordert. Dazu zählt unter anderem die langjährige Sprecherin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi. Pelosi stammt ebenfalls aus Kalifornien.