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100 Tage Bürgermeister von New York: "Mamdani ist kein radikaler Linker"

100 Tage ist Zohran Mamdani mittlerweile Bürgermeister von New York. Wie schlägt sich der 34-Jährige, der als Vorbild vieler linker Politiker weltweit gilt? t-online hat bei der Kennerin Luzia Geier nachgefragt. Noch vor einem Jahr war Zohran Mamdani wohl nur politischen Insidern ein Begriff. Doch dann begann der rasante Aufstieg des 34-Jährigen: Erst setzte er sich in der Vorwahl um das Amt des Bürgermeisterkandidaten der Demokraten in New York überraschend durch. Dann gewann er im vergangenen November als erster Muslim die Bürgermeisterwahl in der größten Stadt der USA . Mittlerweile ist Mamdani seit 100 Tagen im Amt – und die deutsche Journalistin Luzia Geier hat seinen Aufstieg genau beobachtet. Geier lebt seit Jahren in New York und hat über den neuen Bürgermeister ein Buch geschrieben, das im Juni erscheinen wird. t-online spricht mit Geier darüber, welche Erfolge Mamdani vorweisen kann, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bürgermeister mit Donald Trump besitzt und zu welcher deutschen Partei er passen könnte. t-online: Frau Geier, Zohran Mamdani ist jetzt seit 100 Tagen Bürgermeister von New York. Er kann nicht Präsidentschaftskandidat für die Demokraten werden, weil er nicht in den USA geboren wurde. Was kann die Partei trotzdem aus seinem Erfolg für die Zukunft lernen, um das Weiße Haus wieder zurückzuerobern? Luzia Geier: Für Mamdani gilt generell dasselbe wie für Barack Obama : Solch einen Politiker gibt es nicht oft, den muss eine Partei erst mal finden. Aktuell passt er perfekt zur Stadt: New York trieft geradezu aus ihm. Die Demokraten sollten sich nicht fragen: Wie können wir den Erfolg in New York auf andere Orte übertragen? Es klingt banal, aber es muss eher darum gehen, welcher Politiker am besten die Menschen vertritt, die am jeweiligen Ort leben. Lassen sich aus Mamdanis Erfolg auch programmatische Lehren ziehen? Sein Sieg hat gezeigt, wie wichtig es den Menschen ist, dass ihr Leben bezahlbar bleibt. Mamdani hat ein klares Bild gezeichnet, was die Wähler von ihm als Bürgermeister bekommen: kostenfreie Busse, eine bessere Kinderbetreuung , eine Mietpreisbremse. Hält er bislang, was er versprochen hat? Er hat seiner linken Basis große Versprechungen gemacht. Gleichzeitig muss er das auch dem Establishment seiner Partei verkaufen, das in New York weiterhin sehr stark vertreten ist. Momentan kann er noch gar nicht viel umsetzen, weil über den Haushalt sehr intensiv gestritten wird. Kann er trotzdem schon politische Erfolge vorweisen? Es geht da eher um kleinere Dinge. Seit Anfang des Jahres wurden etwa 100.000 Schlaglöcher in New York geschlossen. Als es im Januar und Februar zu großen Schneestürmen kam, hat er dazu aufgerufen, dass Helfer für 30 Dollar pro Stunde Schnee schippen können. Er baut gerade aber intensiv die nötigen Rampen an unterschiedlichen Stellen, um seine Wahlversprechen anzugehen, verschiebt Prioritäten in Behörden und Ähnliches. Sein erster großer politischer Erfolg könnte sein, dass er mit der Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, die städtische Kinderbetreuung ausbaut. Daran haben beide ein Interesse: Denn Hochul möchte in diesem Jahr wiedergewählt werden. Sie hat Mamdani schon Hilfe dafür zugesagt. Mamdani galt noch im Wahlkampf als ein Außenseiter. Wie ist ihm dieser Sieg gelungen? Er hat auch gewonnen, weil er eben noch kein etablierter Politiker war. Es gibt in den USA eine sehr kritische Haltung gegenüber dem Establishment der Parteien. Das konnte Mamdani für sich nutzen. Sein Hauptgegner, Andrew Cuomo, war schon seit Jahren eine feste Größe der Demokraten, bevor er gegen Mamdani als unabhängiger Kandidat antrat: Cuomo war Gouverneur vom Bundesstaat New York, genauso wie schon sein Vater. Sein Bruder war lange ein bekannter Moderator bei CNN . Zu Mamdanis größten Stärken zählt offensichtlich, dass er sich über die sozialen Medien inszenieren kann: Es gibt Videos, wie er selbst Schlaglöcher stopft oder mit Bürgern telefoniert, die die Beschwerdehotline der Stadt gewählt haben. Definitiv. Für mein Buch habe ich auch mit Mamdanis Kommunikationsdirektor gesprochen. Ich habe ihn gefragt, ob er noch einen anderen Politiker kennt, der soziale Medien so gut beherrscht wie Mamdani. Er meinte: Nur Donald Trump kann das ähnlich gut. Das würde ich unterschreiben. Beide präsentieren sich im Netz aber sehr unterschiedlich: Trump ist im Gegensatz zu Mamdani sehr konfrontativ und nutzt seine Netzwerke auch häufig, um andere zu beschimpfen. Es gibt unterschiedliche Strategien, um über soziale Medien Aufmerksamkeit zu erzeugen: Man kann wie Trump ständig provozieren. Oder man produziert Inhalte, die gerne von anderen Personen geteilt werden. Diese Strategie verfolgt Mamdani. Während seines Wahlkampfes wurde Mamdani auch immer wieder scharf von Donald Trump kritisiert. Nach dessen Sieg hatte der Präsident allerdings hauptsächlich lobende Worte für ihn übrig. Wie ist das zu erklären? Ich glaube, dass Mamdani leicht andere Menschen von sich überzeugen kann. Vielleicht ist ihm das auch bei Trump gelungen. Mamdani ist außerdem ein Gewinner, solche Menschen liebt Trump. Beide sind zudem wahnsinnig charismatisch und fernsehtauglich. Sie stammen auch beide aus dem New Yorker Bezirk Queens und wollen für Geringverdiener einstehen, obwohl sie nie diesem Milieu angehört haben. Rein vom Vermögen betrachtet liegt Trump in einer ganz anderen Sphäre. In Deutschland wäre Mamdanis Familie wohl ein Teil des Bildungsbürgertums. Trump kommt dagegen aus der wirklich wohlhabenden Oberschicht. Aber natürlich sind beide privilegiert. Der Unterschied ist nur: Mamdani ist sich seiner Privilegien sehr bewusst, Trump dagegen nicht. Trump geht davon aus, dass sein Wohlstand ihn dazu legitimiert, zu herrschen. Mamdani denkt eher daran, wie er seine Privilegien für andere nutzen kann. Mamdani wird auch kritisiert, etwa wegen seiner Haltung zu Israel . Er unterstützt die Boykott-Bewegung BDS gegen Israel oder nennt das militärische Vorgehen im Gazastreifen einen Genozid. Einige werfen ihm daher Antisemitismus vor. Ich glaube, das Thema sollte differenziert betrachtet werden: Es gibt scharfe Kritik, aber auch eine Reihe jüdischer New Yorker, die den Antisemitismusvorwurf nicht teilen. Bei diesem Thema, auch was Boykott oder den Gazastreifen angeht, scheiden sich innerhalb der jüdischen Gemeinde der Stadt die Geister. Die BDS-Bewegung empfindet Mamdani aber als eine legitime Form von Protest. Davon wird er sich wahrscheinlich nicht distanzieren. Der deutsche Verfassungsschutz stuft die Bewegung als extremistischen Verdachtsfall ein. Warum wird man in New York trotzdem zum Bürgermeister gewählt, wo es die größte jüdische Gesellschaft außerhalb Israels gibt? Die jüdische Gemeinde in New York ist kein Monolith. Es gibt in der Stadt ultraorthodoxe Gemeinden, die ihren Glauben sehr konservativ und streng ausleben. Es gibt aber auch sehr linke jüdische Menschen, die gegen den Krieg im Gazastreifen demonstrieren. Man muss allerdings festhalten: Mehrheitlich wurde Mamdani nicht von jüdischen Menschen gewählt, die Schätzungen gehen von etwa 30 Prozent Zustimmung aus. Woran liegt das? Viele Juden sehen Mamdani kritisch. Aber mein Eindruck ist, dass Israel für jüdische New Yorker nicht unbedingt das wichtigste Thema bei der Wahl war. Es spielt eine Rolle, weil auch viele Menschen hier Verbindungen zu dem Land oder Angehörige bei den Terroranschlägen vom 7. Oktober verloren haben. Aber letztendlich sind andere Dinge bei Kommunalwahlen wichtiger: Es geht den Menschen um Kaufkraft, die Höhe der Mieten oder wo ihre Kinder zur Schule gehen können. Auch in Deutschland haben die Parteien links der Mitte Mamdanis Erfolg genau beobachtet. Welcher Partei würde er angehören, wenn er ein deutscher Politiker wäre? Mamdani ist kein radikaler Linker. Sein Wahlprogramm war klassische, sozialdemokratische Politik. Das sind keine verrückten Ideen eines Kommunisten, auch wenn ihm Trump das vorgeworfen hat. Ideologisch ist er dagegen schwieriger einzuordnen. Seine Haltung zu Palästina ist etwas, das in den wenigsten deutschen Parteien Anklang finden dürfte. Außerdem unterscheidet ihn von deutschen Politikern noch etwas anderes: Er strahlt immer Optimismus aus. Das sehe ich bei linken Parteien in Deutschland eher nicht.

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