Ein französischer Traditionsklub präsentiert mit einer aufwendigen Kampagne ein neues Wappen. Bei der eigenen Anhängerschaft kommt das nicht gut an. Das eigene Vereinslogo ist vielen Fans heilig, oft haben die Wappen eine jahrzehntelange Tradition. Dennoch entscheiden sich Klubs immer wieder dafür, größere oder kleinere Veränderungen vorzunehmen. So ist es nun auch bei Olympique Marseille geschehen. Der französische Traditionsverein hat am Mittwochabend ein überarbeitetes Wappen präsentiert. Es ist schlichter und rundlicher, präsentiert aber weiterhin den Spitznamen des Klubs mit großen, einzelnen Buchstaben: OM. Auch der Stern über dem Wappen und der Schriftzug darunter haben die Veränderungen überstanden. Der Blauton ist dafür etwas kräftiger, er heißt offiziell Bleu Marseille, zu Deutsch also Marseille-Blau. Obwohl der Wandel also vergleichsweise gering ausfällt, löst er unter dem Marseille-Anhang keine große Begeisterung aus. Unter einem knapp zweiminütigen Video, das OM, mit neun nationalen Meisterschaften einer der erfolgreichsten Klubs Fankreichs, auf Instagram gepostet hat, finden sich zahlreiche kritische Kommentare. Marseilles Vorgängerwappen hielt sich 22 Jahre "Es war also kein Aprilscherz", nimmt ein Anhänger Bezug auf die Berichte, die schon vor einigen Tagen auf ein neues Wappen hingedeutet hatten. "Wer hat dieses Ding abgenommen, das nach nichts aussieht?", fragt ein anderer Fan. Ein weiterer schlägt vor, dass sich die OM-Anhänger mit einer Petition zur Wehr setzen sollten. Dabei ist es keineswegs das erste Mal, dass die Klubführung Veränderungen am eigenen Wappen vornimmt. Seit der Gründung im Jahr 1899 hatte Marseille bereits zwölf unterschiedliche Logos, das neue ist nun die 13. Version. Besonders viele Wechsel erlebte OM zwischen 1990 und 2004, als das Wappen fünfmal überarbeitet wurde. Ab 2004 trug der Klub ununterbrochen das Logo, mit dem er auch in diese Spielzeit gegangen ist.