Russland wird von heftigen Regenfällen getroffen. In Dagestan bricht eine Mauer an einem Stausee. Menschen sterben. Schwere Regenfälle haben in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus eine Flutkatastrophe ausgelöst. An einem Stausee in der Region Derbent brach eine Mauer. Eine Frau und ein Mädchen seien in einem Auto von den Fluten mitgerissen und später tot gefunden worden, teilten die Behörden am Sonntag mit. Außerdem sei eine Frau in dem Dorf Kirki gestorben, als bei einem Erdrutsch ein Haus einstürzte. Allein im Bezirk Derbent mussten den Angaben zufolge etwa 4.000 Einwohner aus der Gefahrenzone gerettet und in Notunterkünfte gebracht werden. Etwa 2.000 Häuser seien überschwemmt worden. Es gebe Vermisste, hieß es. Sturmtief bringt Aprilwetter: Amtliche Warnungen in mehr als 70 Kreisen 50 Streifenwagen im Einsatz: Clan-Feier mündet in Massenschlägerei mit der Polizei Bilder zeigen das Ausmaß der Katastrophe: Dörfer sind komplett überflutet, auf Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie ganze Gebäude in den Fluten versinken. Bewohner würden teilweise selbstständig nach Vermissten suchen, berichtete das örtliche Nachrichtenportal "Golos Dagestana". Flutkatastrophe in Dagestan: Es regnet weiter Die Autobahn von Derbent in die Hauptstadt Machatschkala musste nach dem Einsturz einer Brücke gesperrt werden. In Machatschkala selbst sind Berichten zufolge Wohnhäuser einsturzgefährdet. Zur Überwachung der Lage seien Hubschrauber im Einsatz, hieß es. Die Behörden richteten Notunterkünfte ein. "Laut Vorhersage wird es in der Region weiterhin regnen; in einigen Gebieten sind Regengüsse und Windböen von bis zu 20 Metern pro Sekunde zu erwarten", teilte das russische Zivilschutzministerium weiter mit. "Es besteht weiterhin die Gefahr von Erdrutschen, Steinschlag und Schlammlawinen." Dagestans Präsident Sergei Melikow bezeichnete die Auswirkungen der Flut als "verheerend". Schon am Samstag vor einer Woche (28. März) hatten die Behörden der Region nach heftigen Regenfällen den Ausnahmezustand ausgerufen. 327.000 Menschen waren ohne Strom, die Rettungsdienste wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die zweite Welle habe Dagestan nun noch heftiger getroffen, sagte Melikow.