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ARD rollt Kriminalfall mit Hendrik Holt noch mal auf

Mit selbstsicherem Auftreten und Luxus-Insignien gelang es Hendrik Holt, große Konzerne um Millionen zu betrügen. Nun zeigt eine Dokumentation seine Geschichte. Jung, ehrgeizig – und unersättlich: Er war noch nicht einmal Mitte 30, da wurde der aus dem emsländischen Haselünne stammende Hendrik Holt vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung. Holt verkaufte an ausländische Stromkonzerne angeblich existierende Windparks, die es in Wahrheit gar nicht gab, und bestach ausländische Diplomaten, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen. "Nur als Witz", schmückte er sich mit einem frei erfundenen Doktortitel. Rund zehn Millionen Euro haben er, ein Mittäter und Familienangehörige mit der Firma Holt Holding ergaunert. Und Hendrik Holt war der Kopf des Ganzen. Nun nähert sich die Haft dem Ende, und die ARD zeigt über den verurteilten Windkraft-Betrüger den Dokumentarfilm "Holt – Der Windkraft-Schwindler" (8. April, 23.05 Uhr im Ersten; schon in der ARD-Mediathek). In dem Film von Jan Peter, Sandra Naumann sowie den Produzenten Alexander Bickenbach und Manuel Bickenbach (SWR, HR und NDR) kommen Holt, Familienangehörige, frühere Mitarbeiter, Ermittler von Staatsanwaltschaft und Polizei sowie Journalisten zu Wort. Holt gibt sich als jemand, der gerne im Mittelpunkt steht und es seit den Kindertagen gewohnt ist, zu bekommen, was er will. Er liebt – daran lässt er keinen Zweifel – den großen Auftritt: Nach wie vor trägt er gerne maßgeschneiderte Anzüge mit Einstecktuch. Als er noch auf freiem Fuß war, hatte er einen Fuhrpark von 18 Luxuswagen in der Garage stehen, beschäftigte drei Fahrer und zeigte sich mit unübersehbarem Siegelring am Finger und einer teuren Luxusuhr am Handgelenk. Die Filmaufnahmen mit ihm entstanden in der JVA im brandenburgischen Heidering und auf Freigängen. Er stellt sich als "Unternehmer und Abenteurer" dar, der in eine Situation gekommen sei, in der er sich entscheiden musste, ob er oder "die anderen" gewinnen. Er habe sich moralisch vielleicht falsch entschieden, "aber faktisch nicht falsch. Ich sehe mich ganz klar als Gewinner, ganz eindeutig". Bei Holts Firmen sei es nicht so gewesen, dass es im Zuge einer normalen Geschäftstätigkeit zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei, erklären die zu Wort kommenden Staatsanwälte. "Es waren alles nur Gesellschaftshüllen zur Begehung von Straftaten", sagt Staatsanwalt Nils Leimbrock. "Wille zur absoluten Macht" Seine Kunden waren ausländische Energiekonzerne, denen er mit gefälschten Dokumenten baureife Projektflächen vorgaukelte. Seine Mutter und seine Geschwister halfen dabei, Unterschriften und Behördenschreiben zu fälschen. Hochbezahlten Wirtschaftsprüfern fiel offensichtlich vor der Vertragsunterzeichnung nicht auf, dass Holt keine Windparks, sondern nur heiße Luft verkaufte. "Man muss den Willen zur absoluten Macht haben und auch den gewissen Killerinstinkt", sagt Holt in dem Film über sich. Großes Vorbild war sein Großvater, der in Haselünne ein Bauunternehmen besaß. Andere Menschen habe dieser wie ein General beim Militär herumkommandiert. Der Großvater habe ihm schon sehr früh vermittelt, dass er privilegiert sei. "Ich war immer der Juniorchef und von daher immer gewohnt, mit großer Höflichkeit und Achtung angesprochen zu werden." Zahlen zu schwach: Vox zieht Konsequenzen für Heino-Doku Dass er mit seinen kriminellen Machenschaften auch gutgläubige Mitarbeiter, die nichts von den Betrugsfällen ahnten, ins Unglück stürzte, kommt in der Gedankenwelt Holts ebenfalls nicht vor. Davon erzählt aber sein damaliger PR-Berater Holger Keuper: Nach der Verhaftung Holts in einer Luxussuite des Berliner Hotels Adlon seien seine Konten gesperrt gewesen und er habe sein Haus verloren, das Holt gehörte. Seine Ehe und Familie seien darüber zerbrochen. "Ein Desaster", sagt Keuper. Er habe den Eindruck gehabt, dass alles für Holt nur eine Art Spiel war und er sich über die Auswirkungen auf andere keine Gedanken gemacht habe. Holt habe viele gute Eigenschaften, aber auch schlechte, sagt Staatsanwalt Leimbrock. Gier sei die allerschlechteste. Holt selbst sagt: "Gier ist gut." Am Ende des Films verkündet Hendrik Holt, für ihn gebe es nur Freund oder Feind – und nennt ein Vorbild: "Wenn ein Donald Trump gezeigt hat, dass er amerikanischer Präsident werden kann, mit einer Vorstrafe, und zum mächtigsten Mann der Welt wird, dann kann ich alles werden. Dann ist alles möglich."

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