2018 und 2022 scheiterte Italien jeweils dramatisch in den WM-Playoffs. 2026 hat sich die Geschichte wiederholt. Italien hat die Qualifikation für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verpasst. Der vierfache Weltmeister scheiterte am Dienstagabend in den Playoffs an Bosnien und Herzegowina. Die Osteuropäer setzten sich vor heimischer Kulisse nach Elfmeterschießen mit 4:1 (1:1, 1:1, 0:1) durch. Moise Kean hatte die Italiener zunächst in Führung gebracht (15. Minute), Haris Tabaković für Bosnien ausgeglichen (79.). Im Elfmeterschießen verwandelte Esmir Bajraktarevic schließlich den entscheidenden Strafstoß. Das Spiel wurde zuvor maßgeblich von einem Platzverweis in der ersten Halbzeit geprägt. Der Italiener Alessandro Bastoni sah für eine Notbremse die Rote Karte (41.). Italien verpasst damit zum dritten Mal in Folge die Teilnahme an einer WM-Endrunde. Bosnien und Herzegowina ist hingegen nach 2014 zum zweiten Mal dabei. So lief das Spiel Angreifer Moise Kean erzielte früh den ersten Treffer der Partie und profitierte dabei auch von einem groben Patzer von St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj, dessen missglücktes Zuspiel das Gegentor einleitete. Italien beschränkte sich im Anschluss nur noch aufs Verteidigen und zog sich nach einer Roten Karte für Bastoni noch mehr in die Defensive zurück. Man lauerte auf Konter – und es war erneut Kean, der das zweite Tor auf dem Fuß hatte. Doch der Stürmer, der allein auf Vasilj zulief, setzte den Ball knapp über das Tor. In der regulären Spielzeit schoss Italien nur zweimal auf das bosnische Tor. Bosnien drückte lange auf den Ausgleich, wurde schließlich durch Tabaković (79.) von Borussia Mönchengladbach belohnt. Schließlich zerstörte Esmir Bajraktarevic im Elfmeterschießen alle italienischen WM-Träume. Das von Schalke-Stürmer Edin Džeko angeführte Bosnien bekommt es bei der WM in der Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada zu tun.