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„Aktion Bernhard“: Die wahre Geschichte hinter dem neuen „Peaky Blinders“-Film

Stern 

Die Serie „Peaky Blinders“ kehrt als Netflix-Film zurück – mit realem Hintergrund: Im KZ Sachsenhausen druckten Häftlinge Falschgeld. Sie mussten um ihr Leben fälschen.

Sommer 1942: In den Baracken 18 und 19 im Konzentrationslager Sachsenhausen sind etwa 140 Häftlinge mit einer ungewöhnlichen Tätigkeit beschäftigt. Sie drucken englische Banknoten. Mit diesen will das Nazi-Regime den Kriegsgegner Großbritannien schwächen. Die Männer in Sachsenhausen wissen: Von der Qualität der Noten hängt ihr Schicksal ab. Sie fälschen um ihr Leben. 

Mit dieser Szene beginnt der neue Netflix-Film „Peaky Blinders“, ein Sequel der gleichnamigen Serie.  Der Plot dient nur als Aufhänger für die Geschichte von der Rückkehr von Bandenboss Tommy Shelby (Cillian Murphy), der sich in den Vorruhestand zurückgezogen hatte.

Doch die Geschichte dahinter ist echt: Sie wurde als „Aktion Bernhard“ bekannt und ist eine der bizarrsten Geheimoperationen des NS-Regimes.

Die Vorläuferaktion scheiterte

Bereits wenige Tage nach dem Überfall der Deutschen auf Polen am 1. September 1939 hatte Alfred Naujocks, Chef der „Gruppe Technik“ im Reichssicherheitshauptamt, seinem Vorgesetzten Reinhard Heydrich, damals Chef der Kriminalpolizei und der Geheimen Staatspolizei, einen Vorschlag unterbreitet: Das Reich solle in größerem Ausmaß britische Pfundnoten fälschen, diese über Großbritannien abwerfen, so in Umlauf bringen und die britische Wirtschaft damit zum Zusammensturz bringen. Heydrich war vom Vorschlag angetan, doch Propagandaminister Joseph Goebbels war skeptisch. Heydrich konnte sich schließlich durchsetzen: Nach aufwendigen Tests mit echten Pfundnoten wurde dieses Projekt unter dem Namen „Aktion Andreas“ in Berlin gestartet. 

Doch die Operation scheiterte: Naujocks war mit dem Projekt überfordert, zumal Großbritannien seine Banknoten besonders fälschungssicher gemacht hatte.

1942 wurde die Idee von Walter Schellenberg, Leiter des NS-Geheimdienstes SD, erneut aufgegriffen und SS-Führer Heinrich Himmler vorgetragen. Himmler beauftragte den Sturmbannführer Bernhard Krüger mit der Ausführung.

So entgingen die Fälscher dem Tod

Krüger, nach dem die neue Aktion benannt wurde, stellte sich deutlich geschickter an als Naujocks. Er organisierte sich im KZ Sachsenhausen ein Team von handwerklich besonders geschickten Häftlingen. Unter ihnen waren gelernte Drucker und Schriftsetzer, aber auch politische Gefangene, die im Widerstand als Fälscher gearbeitet hatten. Die Aktion lief unter strengster Geheimhaltung ab. Unter großem Aufwand wurden in der KZ-eigenen Druckerei Pfundnoten im Gegenwert von 132 Millionen Pfund angefertigt. Dafür erhielten die Häftlinge überlebenswichtige Vergünstigungen wie mehr Essensrationen und einen besonderen Schutz bis hin zur Möglichkeit zu „Freizeitaktivitäten“, indem sie eine Tischtennisplatte bekamen. 

Die Blüten wurden auf verschiedenen Wegen in Umlauf gebracht, unter anderem über den von Südtirol aus agierenden Unterhändler Friedrich Schwend, der in der ganzen Welt vernetzt war. Mit dem Falschgeld wurden auch Spione bezahlt.

„Operation Bernhard“ war deutlich erfolgreicher als die Vorgängerin. Tatsächlich flog sie erst auf, als die Bank of England nach einem Anfangsverdacht zwei Banknoten mit derselben Nummerierung entdeckte. Die Zuständigen konnten nicht sagen, welche davon die echte war. In der Folge wurden stärkere Kontrollen eingeführt und beim Fund doppelter Geldscheine schlicht einer der beiden vernichtet. 

Als die Nazis feststellten, dass der Vertrieb der Blüten zunehmend schwieriger wurde, begannen sie, amerikanische Dollarscheine fälschen zu lassen – auch, um die Vereinigten Staaten nach ihrem Kriegseintritt zu schwächen. Doch die Herstellung kam nur noch schleppend voran. Als sich die Niederlage von Hitler-Deutschland abzeichnete, erging die Anweisung, die Aktion zu vertuschen. Die Fälscherwerkstatt und ihre Insassen wurden zunächst in das Konzentrationslager Mauthausen in Österreich und von dort aus ins Lager Ebensee verlegt, ein Teil des Geldes und der Ausstattung im österreichischen Toplitzsee versenkt (wo auch der stern Anfang der 1960er-Jahre einmal danach tauchen ließ und fündig wurde). Die involvierten Häftlinge sollten als potenzielle Zeugen allesamt beseitigt werden. Sie überlebten nur durch Zufall, weil die Befehlsstruktur im Chaos der letzten Kriegstage nicht mehr funktionierte.

Das wurde aus den Tätern

Alfred Naujocks wurde nach dem Krieg in Dänemark wegen der Ermordung dänischer Widerstandskämpfer zu einer mehrjährigen Haft verurteilt, aber bereits 1950 entlassen. Er wurde Geschäftsmann und starb 1966 in Hamburg. Bernhard Krüger wurde kurz nach dem Krieg von den Briten inhaftiert. Er musste sich jedoch nie vor Gericht verantworten und arbeitete nach seiner Entlassung für jene Papierfabrik weiter, von der er sich das Papier für das Falschgeld hatte liefern lassen. Er starb 1989. Friedrich Schwend setzte sich nach dem Krieg nach Peru ab und arbeitete unter anderem mit dem ebenfalls nach Südamerika geflohenen Ex-Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie („Schlächter von Lyon“) zusammen. 

„Peaky Blinders“ nutzt nur den Plot

In „Peaky Blinders“ dient die historische Geschichte nur als Aufhänger für die Filmerzählung. Wer eine zutreffendere Verfilmung sehen möchte, ist bei dem Film „Die Fälscher“ aus dem Jahr 2007 besser aufgehoben. Dieser basiert auf den Erinnerungen des KZ-Überlebenden Adolf Burger und erhielt 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

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