Die Frauen des VfL Wolfsburg dürfen auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League hoffen. Gegen Rekordsieger Lyon hat sich der Bundesligist eine gute Ausgangslage verschafft. Die Frauen des VfL Wolfsburg haben am Dienstagabend ein Ausrufezeichen in der Champions League gesetzt: Die Wölfinnen haben das Viertelfinalhinspiel gegen CL-Rekordsieger OL Lyonnes überraschend mit 1:0 (1:0) gewonnen. Ein abgefälschter Schuss von Lineth Beerensteyn (14.) machte den Unterschied. Die Französinnen hatten vor dem Duell kein einziges Saisonspiel verloren, 24 von 26 Pflichtspielen gewonnen. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fällt im Rückspiel am Donnerstag, dem 2. April, in Lyon. So lief das Spiel "Wir dürfen keine Angst vor dem großen Namen haben. Wir wollen unser Herz auf dem Platz lassen", hatte Trainer Stephan Lerch kurz vor dem Anstoß bei Disney+ gesagt. Entsprechend mutig trat seine Mannschaft von der ersten Minute an auf. Lohn war das 1:0 durch die Niederländerin Beerensteyn, deren abgefälschter Schuss ins Tor trudelte. Das Fehlen der verletzten Stürmerin Popp machte sich in dieser Phase kaum bemerkbar. "Es ist nicht das erste Spiel ohne Poppi. Wir wollen das als Kollektiv auffangen", so Lerch. Das gelang: Lyon hatte ohne die Ex-Wolfsburgerin Jule Brand in der Startelf zwar mehr vom Spiel, die besseren Chancen verbuchte aber der VfL. Erneut Beerensteyn verpasste bei einem Kopfball das 2:0 (19.). Wolfsburg hatte im November in der Ligaphase noch 1:3 gegen Lyon verloren, diesmal waren beide Teams ebenbürtig. Mit seinem schnellen Umschaltspiel setzte der VfL immer wieder Nadelstiche gegen den Rekordsieger der Königsklasse. Allerdings erhöhten die in der Liga noch ungeschlagenen Gäste mit zunehmender Spieldauer auch den Druck. Das galt vor allem für die zweite Hälfte. Lyon schnürte die Wolfsburgerinnen phasenweise in der eigenen Hälfte ein, jeder vereitelte Angriff wurde von den VfL-Fans mit Applaus bedacht. Hinzu kam Glück: Kadidiatou Diani traf in der 59. Minute den Innenpfosten. Zur 60. Minute wurde auch Brand eingewechselt und kurbelte das Angriffsspiel weiter an – doch die Abwehr des VfL hielt dicht.