Durch einen Sponsorentrick erregte Jutta Leerdam mit ihrem Rennanzug Aufsehen bei Olympia. Ein paar Wochen später gibt es erneuten Wirbel um das Outfit. Bei dem für 195.000 Euro versteigerten Rennanzug hat es sich offenbar doch nicht um das Gold-Outfit von Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam gehandelt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sei das bei einer Auktion versteigerte Textil überhaupt nicht bei den Olympischen Spielen 2026 getragen worden. Der niederländische Sportverband NOC*NSF teilte mit: "Nach einer Untersuchung und in Absprache mit den Beteiligten wurde festgestellt, dass es sich bei dem fraglichen Anzug nicht um den Wettkampfanzug handelt, den Leerdam bei den 500- und 1.000-Meter-Rennen in Mailand trug." Der Status wurde demnach von "getragener Wettkampfanzug" in "Olympischer Eisschnelllaufanzug" geändert. Welcher Anzug Ende Februar tatsächlich versteigert wurde, ist nicht bekannt. Bei der Auktion kam es in der Schlussphase zu einem Kopf-an-Kopf-Duell zwischen zwei Bietern. Eine Stunde vor Ende lag das höchste Gebot noch bei knapp mehr als 9.000 Euro. Der Höchstbietende sei über die "neue Situation informiert" worden, hieß es. Jutta Leerdam hatte bei den Olympischen Winterspielen Gold über 1.000 Meter und Silber über 500 Meter gewonnen. Mit ihrem Rennanzug erregte die Niederländerin Aufsehen, als sie nach ihrem Triumph über die 1.000 Meter den Reißverschluss ihres Anzugs öffnete und den Sport-BH ihres Sponsors zeigte. Bei Olympia sind private Werbepartner auf der Kleidung eigentlich verboten. Erlös geht an die Jugendvereine der niederländischen Stars Auf der Plattform "MatchWornShirt" wurden weitere Anzüge neben dem vermeintlichen von Leerdam zur Auktion freigegeben. Unter anderem wurden auch die Outfits ihrer Teamkolleginnen und Olympiasiegerinnen Femke Kok über die 500 Meter sowie Antoinette Rijpma-de Jong über die 1.500 Meter versteigert. Der Erlös kommt den Vereinen zugute, in denen die Athletinnen und Athleten ihre Karriere begonnen haben. "Durch diese Auktion geben die Athletinnen und Athleten etwas zurück an die Orte, an denen ihre sportliche Reise begann, unterstützen die Förderung neuer Talente und investieren in die niederländischen Sportheldinnen und Sporthelden von morgen", hieß es in einer Stellungnahme.