Kathrin Marchand erlebt bei den Spielen in Norditalien einen Rückschlag und muss ihren Medaillentraum aufgeben. Doch Leonie Walter bringt einen Lichtblick. Bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat Kathrin Marchand nach einem Schwächeanfall eine mögliche Medaille verpasst. Leonie Walter konnte hingegen eine Bronzemedaille gewinnen und war damit ein Lichtblick für das deutsche Team. Marchand, die im Rudern schon bei den Olympischen Spielen 2012 und bei den Paralympics 2024 antrat, war bei ihrem Rennen in der stehenden Klasse zur Hälfte auf Bronzekurs, bevor sie aufgrund der Beschwerden am Streckenrand pausieren musste. Die 35-Jährige schrieb mit ihrer Teilnahme Geschichte, da sie als erste Athletin sowohl bei den Sommer- als auch bei den Winter-Paralympics antrat. Ihre linke Körperhälfte ist seit einem Schlaganfall vor fünf Jahren eingeschränkt. Paralympics: Drama um Regelverstoß: Deutschland verliert Medaille Paralympische Winterspiele: Maskottchen-Entführung: Neues Outfit für Emu Nachdem sie das Rennen abgebrochen hatte, schrieb Marchand auf Instagram: "Mir geht es okay." Sie fügte hinzu, dass die Bedingungen schwierig seien und ihre linke Seite nicht mehr mitmachen wollte. Leonie Walter, die Schwarzwälderin, konnte nach einem enttäuschenden Vortag, an dem ihr Silber aberkannt wurde, mit ihrer Bronzemedaille einen kleinen Erfolg für das deutsche Team verzeichnen. Wie Marchand lief sie über zehn Kilometer auf Platz drei. Erneut siegte die Russin Anastasija Bagijan, die ihre vierte Goldmedaille gewann. Walter sagte nach ihrem Rennen: "Eine silberne wäre natürlich viel schöner gewesen, aber die bronzene nehme ich auch gerne. Ich habe richtig kämpfen müssen." Sebastian Marburger und Anja Wicker konnten ihre Medaillenhoffnungen nicht erfüllen. Marburger, der durch einen Atemwegsinfekt geschwächt war, musste sein Rennen ebenfalls frühzeitig beenden. Wicker verpasste in der sitzenden Klasse die Bronzemedaille um nur 1,5 Sekunden. Im Medaillenspiegel liegt Deutschland mit insgesamt elf Medaillen auf Rang 13, während Russland mit vier Goldmedaillen deutlich vor dem deutschen Team steht.