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Sarah Engels gewinnt den ESC-Vorentscheid: Jetzt droht der totale Absturz

Drei Stunden dauerte es am Samstagabend, bis der Sieger des diesjährigen deutschen ESC-Vorentscheids feststand. Der letzte Platz beim Wettbewerb ging allerdings an keinen Künstler, sondern an den Organisator. Ein Neuanfang sollte es werden: 30 Jahre lang war der NDR federführend bei der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler, die Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten. Es gab wenige Höhen – etwa den ESC-Sieg von Lena Meyer-Landrut in Oslo 2011 –, aber umso mehr Tiefen. In diesem Jahr übernahm der SWR dann die Auswahl für Deutschlands Eurovision-Auftritt. Die Gemeinschaft der deutschen ESC-Fans hoffte: Würde der neue Sender endlich Mut beweisen und spannende Künstler für den Vorentscheid auswählen? Haben die Verantwortlichen gar Gespür für das, was Europa beim ESC wirklich elektrisiert? Nach der drei Stunden langen Show am Samstagabend gibt es eine klare Antwort auf diese Fragen: nein. Der Sieg von Sarah Engels zeigt, dass der SWR mit seiner Vorauswahl sehenden Auges ins Verderben gerutscht ist. Denn dass die prominenteste Kandidatin den Vorentscheid gewinnt, war keine Überraschung, sondern wirkte angesichts der finalen Auswahl des Senders wie gewollt. Lieder ohne Ecken und Kanten Sieben der neun Songs, aus denen Jury und ESC-Fans am Samstag wählen konnten, bewegten sich im selben schmalen Genre-Korridor aus verträumtem Indie, gefälligem Pop und radiotauglichem Wohlklang. Fast alle Lieder klingen zwar nett, verschwinden aber direkt nach dem Abklingen ihrer letzten Note aus dem Gedächtnis des Hörers. Erfolgreiche ESC-Songs sind mitreißend, regen zum Tanzen oder Mitsingen an. Über viele Gewinnertitel der vergangenen Jahre lässt sich prächtig streiten. Das fehlt der Auswahl des SWR, und das fehlt auch Sarah Engels, deren Lied "Fire" beim ESC wohl niemanden fesseln wird. Dabei lebt der Wettbewerb längst nicht mehr von netten Melodien oder hübsch produzierten Stimmen. Er lebt von klaren Profilen. Von Künstlerinnen und Künstlern, die etwas wagen – sei es stilistisch, visuell oder emotional. Von Songs, die im besten Fall schon beim ersten Refrain im Kopf bleiben, weil sie etwas Eigenes transportieren: eine Haltung, eine Geschichte, eine kreative Handschrift. Einziger Lichtblick: Die Moderation Man muss nur nach Österreich , Italien oder in die Schweiz schauen, um zu verstehen, was in den vergangenen Jahren beim ESC funktioniert hat. Viele Sieger verbinden Authentizität mit Inszenierung, etwa der Österreicher JJ oder die italienische Rockband Måneskin. Sie sind nicht glattgeschliffen und radiotauglich, sondern stechen durch ihr Erscheinungsbild oder ihre Musik aus der Masse heraus. Mit Ausnahme der Geschwister Abor & Tynna, die beim ESC 2025 mit ihrem modernen Popsong "Baller" die Zuschauer in Basel mitrissen, erinnert man sich kaum daran, wer Deutschland eigentlich beim größten Musikwettbewerb vertreten hat. ESC-tauglich waren in diesem Jahr allenfalls die fantastischen Moderatorinnen Barbara Schöneberger und Hazel Brugger , die dafür sorgten, dass die drei Stunden dauernde Sendung nur wenige Längen hatte. Natürlich muss nicht jeder Beitrag in Neonlicht explodieren. Aber wenigstens ein Teilaspekt des Auftritts sollte im Gedächtnis hängen bleiben – sei es das Bühnenbild, die gute Stimme oder ein erfrischender Sound. Der SWR hat es nicht geschafft, Künstlerinnen oder Künstler aus über 500 Bewerbungen auszuwählen, die genau diese Anforderungen mit ihrer Musik erfüllen. Dabei hatte der Sender zuvor angekündigt, dass eine fachkundige Jury, bestehend aus Vertretern der Musikbranche, nicht näher definierten "internationalen Experten" und ESC-Fans die spannendsten Acts auswählen würde. Es droht der vollständige ESC-Absturz Viele Fans hatten gehofft, dass der Senderwechsel zum SWR endlich ein Ende der mutlosen Entscheidungen bringen könnte. Doch im Kern klingt vieles wie unter der Führung des NDR: brav, vorsichtig, auf Nummer sicher. Der neue Anstrich des deutschen Vorentscheids konnte die alte Angst vor dem Risiko nicht übermalen – und ist nicht weniger als eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Und so droht sich im Mai dieselbe Geschichte zu wiederholen. Wenn Sarah Engels in Wien für Deutschland singt, winkt kein Aufbruch, sondern ein erneuter Absturz auf einen der letzten Plätze. "Null Punkte für Deutschland": Diesen Spruch müssen sich ESC-Fans in diesem Jahr wohl häufiger anhören. Denn der ESC ist längst kein reiner Musikwettbewerb mehr, sondern ein Spiegel des kulturellen Zeitgeistes. Wer erfolgreich sein will, muss anecken und im Gedächtnis bleiben. Der SWR hat das offenbar nicht verstanden. Ändert der Sender in den kommenden Jahren nichts am Auswahlprozess, wird es wohl auf absehbare Zeit nichts mehr mit einem der vorderen Plätze beim größten Musikwettbewerb der Welt.

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