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Politologin-Orientalistin weist auf ungewöhnliche Geografie der Raketenangriffe auf Iran hin

Die Politologin und Orientalistin Karine Geworgjan hat in einem Interview mit der Zeitung WSGLJAD auf die ungewöhnliche Geografie der Angriffe Israels und der USA auf Iran am Samstag, dem 28. Februar 2026, hingewiesen. Die Expertin stellte sich die Frage:

"Das Erste, was auffällt, ist die Geografie der Angriffe. Sie haben Teheran getroffen, Objekte, die sie bereits im Sommer angegriffen hatten. Allerdings liegt Teheran im Norden Irans. Wenn die Angriffe nicht vom Persischen Golf aus durchgeführt wurden (woher es günstig gewesen wäre), dann kamen sie von irgendwo aus dem Norden. Woher genau? Aus dem Gebiet des irakischen Kurdistans? Aus der Türkei? Oder aus dem postsowjetischen Aserbaidschan?"

Das Verständnis der Situation hänge ihrer Meinung nach von der Antwort auf diese wichtige militärtechnische Frage ab. Die Expertin fügte hinzu:

"Der zweite Punkt ist die Auswahl der Ziele. Ich bin überrascht, dass die Angriffe auch das Stadtzentrum getroffen haben – nahe der Universität Teheran, in einem Viertel, in dem sich Synagogen befinden. Das erscheint mir seltsam."

Ihrer Meinung nach wäre es ohne US-Satelliten und Geheimdienstinformationen "für die Israelis schwierig" gewesen, Ziele in Iran anzugreifen. Die Orientalistin meinte:

"Der israelische 12. Kanal spricht bereits von einer gemeinsamen Operation, aber wie stark sind die USA daran beteiligt? Wenn sie sich jetzt nicht direkt einmischen, verlieren sie völlig ihr Gesicht."

Und schließlich der Zeitfaktor. Der Beginn der Operation am Schabbat (Samstag) ist ebenfalls eine überraschende Entscheidung. Geworgjan erklärte:

"Insgesamt hat diese ganze Geschichte etwas Trübes an sich, einschließlich der Informationen über den Angriff auf die Residenz des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian."

Die USA und Israel starteten am Samstagmorgen eine Militäroperation gegen Iran. Die größten iranischen Städte, darunter Teheran, wurden angegriffen. Das Weiße Haus begründete die Attacke mit der angeblichen Notwendigkeit, die Islamische Republik daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln, und die Raketenbedrohung zu beseitigen.

Laut der Zeitung New York Times könnte dieser Angriff in seiner Intensität die Angriffe auf iranische Nuklearanlagen übertreffen, die die USA im Juni 2025 durchgeführt hatten. Nach Informationen israelischer Medien waren mindestens 30 Objekte Ziel des israelischen Angriffs, darunter in den Städten Täbris und Isfahan, wo sich eine der Rüstungsfabriken befindet.

Medien berichteten über Gegenschläge mit Raketen seitens Irans. In der Gegend von Tel Aviv heulten Luftschutzsirenen. Reuters meldete unter Berufung auf eine Quelle die Evakuierung der US-Basis Al-Udeid in Katar.

Iran und Israel sperrten ihren Luftraum, Flüge in der Region wurden ausgesetzt.

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