Der Anzugskandal erschütterte die Skisprung-Wettbewerbe 2025. Das norwegische Team hatte illegalerweise die Anzüge umgenäht, um sich einen Vorteil zu verschaffen, nun reagiert Andreas Wellinger. Skispringer Andreas Wellinger kritisiert den Umgang mit dem Anzugskandal rund um die norwegischen Springer. Dem "Spiegel" sagte der 30-Jährige: "Ich finde nicht, dass der ganze Skandal ausreichend aufgearbeitet worden ist. Es gab Geldstrafen, Disqualifikationen und auch ein paar Sperren. Aber sonst?" Aus den Aussagen Wellingers wird auch klar, dass er mit der Aufarbeitung unzufrieden ist: "Niemand weiß, wie viele Anzüge manipuliert worden sind. Niemand weiß, wie lange betrogen wurde", bemängelte der Olympiasieger von 2018. Nach schwerem Sturz: So erlebte der Heli-Pilot das Vonn-Drama Vonn-Drama bewegt die Sportwelt: "Zwischen Himmel und Hölle" Im März 2025 hatte ein heimlich aufgenommenes Video den Skandal bei der Ski-WM ausgelöst. Darauf zu sehen war, wie Betreuer des norwegischen Teams um Cheftrainer Magnus Brevig die bereits vom Weltverband Fis freigegebenen Anzüge umgenäht hatten. Eine nicht erlaubte Naht wurde angebracht, die dafür sorgte, dass die Springer stabiler beim Fliegen in der Luft gewesen sein sollen. Unter anderem waren die beiden Norweger Johann André Forfang und Marius Lindvik betroffen. Eine Entschuldigung der beiden fehlt bislang. Diesen Punkt kritisiert Wellinger ebenfalls im Gespräch mit dem "Spiegel": "Jeder, der betrügt, hat einen Stempel." Das treffe gedopte Sportler, genauso wie diejenigen, "die ihr Material manipulieren". Aus Wellingers Sicht sei es daher wichtig, dass die Athleten Einsicht zeigen.