Kirchenprojekt: Kirche will Friedensstifter im Wahlkampf einsetzen
Bis zur Landtagswahl Anfang September herrscht Kampfzeit unter den Beteiligten. Die Kirche will verfeindete Lager miteinander in Kontakt bringen. Mit Hilfe besonderer Menschen.
Die evangelische Kirche will vor der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt extra ausgebildete Friedensstifter einsetzen. Die sogenannten "Friedensreiter" sollen Menschen im Wahlkampf helfen, verfeindete Lager miteinander in Kontakt zu bringen. Vorbild sind die Friedensreiter im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), die zwischen den Beteiligten verkehrten und Nachrichten überbrachten.
Wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und die Ökumenische Akademie Ostthüringen mitteilten, soll die Aussendung der Friedensstifter am 30. August durch Landesbischof Friedrich Kramer im Magdeburger Dom erfolgen. Zum Landtagswahlkampf hieß es von der Kirche: "Die Lager ringen nicht miteinander, sie sprechen nur übereinander. Das muss sich ändern." Gemeint seien damit rechtsextreme Kräfte einerseits und das demokratische Spektrum andererseits.