Autofahren kostet mehr: Reparaturen bei Autos werden immer teurer – Pkw-Halter ziehen diese Konsequenz
Der neue DAT-Report der Deutschen Automobil Treuhand zeigt, dass Autofahren immer mehr zu einem Luxus wird. Reparaturen werden auf das Nötigste beschränkt oder aufgeschoben – und fast die Hälfte der Pkw-Halterinnen und -halter sorgt sich, dass sie sich bald kein Auto mehr leisten können.
Die Wartungs- und Reparaturkosten von Autos sind in Deutschland seit 2020 um 27 bis 30 Prozent gestiegen. Das geht aus dem DAT-Report 2026 der Deutschen Automobil Treuhand hervor. So kostete eine Wartung des Autos im letzten Jahr im Schnitt 542 Euro, für eine Reparatur wurden durchschnittlich 604 Euro bezahlt.
Die gestiegenen Werkstattkosten wirken sich auch auf das Verhalten der Autofahrerinnen und Autofahrer aus. So lag die durchschnittliche Reparaturquote bei 0,35 Reparaturen pro Pkw, also so gering wie nie zuvor. Gleichzeitig lassen 60 Prozent der Pkw-Halterinnen und -Halter nur noch das Nötigste an ihrem Fahrzeug reparieren.
Autos werden länger genutzt
Nicht nur die gestiegenen Kosten für Reparatur und Wartung sorgen dafür, dass Autofahren immer teurer wird. Auch die Anschaffungspreise für Neu- und Gebrauchtwagen verharren seit 2022 auf einem hohen Niveau. So kostete ein Neuwagen 2025 durchschnittlich 44.560 Euro, für einen Gebrauchtwagen mussten im Schnitt 18.310 Euro bezahlt werden. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten musste fast die Hälfte (49 Prozent) der Gebrauchtwagenkäuferinnen und -käufer ihr Auto finanzieren.
Die hohen Kosten führen auch dazu, dass viele Pkw-Halterinnen und Pkw-Halter ihr Fahrzeug länger nutzen und einen Neukauf aufschieben. So gaben 80 Prozent der Neuwagenkäuferinnen und -käufer an, dass sie den Kauf ihres aktuellen Fahrzeugs bis zuletzt aufgeschoben haben. Bei denjenigen, die einen Gebrauchtwagen gekauft haben, haben sich 70 Prozent so lange damit Zeit gelassen, bis es nicht mehr anders ging.
Für ein Drittel (33 Prozent) der Gebrauchtwagenkäuferinnen und -käufer waren die hohen Reparaturkosten dafür ausschlaggebend, sich einen neuen fahrbaren Untersatz anzuschaffen. 70 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sie ihr Auto bewusst länger nutzen möchten, um die technologischen und politischen Entwicklung rund um E-Autos abzuwarten.
Insgesamt sagten 44 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer, dass sie Sorge haben, sich bald kein Auto mehr leisten zu können.