Laura Siegemund scheidet in Melbourne gegen Maddison Inglis aus. Die deutsche Tennisspielerin kämpfte bis zum Schluss, musste sich aber nach mehr als drei Stunden geschlagen geben. Laura Siegemund ist bei den Australian Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Die deutsche Tennisspielerin verlor nach einem intensiven Match über 3 Stunden und 20 Minuten gegen die australische Qualifikantin Maddison Inglis. Trotz ihrer Favoritenrolle konnte Siegemund ihre Leistung nicht abrufen und scheiterte im entscheidenden Match-Tiebreak gegen die Nummer 168 der Weltrangliste. Die Partie endete mit einem knappen 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (7:10) aus der Sicht von Siegemund, die bereits zum Sieg aufgeschlagen hatte. Im Match-Tiebreak fehlte ihr die nötige Power, während Inglis die Nerven behielt und den Matchball verwandelte. Die Fans in der ANZ Arena jubelten über den Erfolg der Australierin. Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner analysierte bei Eurosport : "Ich kann mir vorstellen, dass die Enttäuschung riesengroß ist. Am Ende war es ein unglaubliches mentales Spiel. Inglis ist sehr ruhig geblieben und hat es geschafft, das Heft selber in die Hand zu nehmen. Sie hat es sich nicht wegnehmen lassen und gerecht gewonnen." Vor der Partie hatte Siegemund gewarnt, dass es schwierig sei, gegen Australier zu spielen, da die Fans "wirklich gigantisch" seien. Tatsächlich tat sie sich zu Beginn schwer und fand kaum Mittel gegen die limitierte Gegnerin. Ein Outfit-Wechsel nach dem ersten Satz brachte nur kurzfristig Besserung. Siegemund wird nach dem Turnier dennoch die deutsche Nummer eins sein, da Eva Lys durch ihr Erstrundenaus viele Punkte verlor. In der ersten Runde hatte Siegemund noch mit einem Comeback-Sieg gegen Ljudmila Samsonowa beeindruckt, als sie einen Rückstand von 0:6, 2:5 und 15:30 sowie zwei Matchbälle ihrer Kontrahentin drehte. Doch gegen Inglis konnte sie ihre Form nicht halten.