Die Debatte um Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland geht weiter. CDU-Politiker wollen aus ARD und ZDF einen Sender machen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in der Kritik. Vor allem angesichts der hohen und immer weiter steigenden Kosten fordern viele Nutzer Einsparungen. "Eine Generalreform von ARD und ZDF ist überfällig, womöglich auch ihre Zusammenlegung", schrieb t-online-Chefredakteur Florian Harms kürzlich in einer viel diskutierten Folge des " Tagesanbruchs ". Nun fordern CDU-Politiker aus Sachsen und Sachsen-Anhalt eine Fusion der beiden Sender. Der "Bild" zufolge hatten die Fraktionen auf einer Klausurtagung im Harz über ihre Schwerpunkte für dieses Jahr beraten, zu denen die Umgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört. Sie kritisieren dabei vor allem Kostentreiber wie "Doppelangebote". "Ein Anstoß für den weiteren Reformprozess" "Niemand braucht mehrere nationale Nachrichtensendungen zur selben Uhrzeit, niemand zwei Koch- oder Quizsendungen gleichzeitig", sagte Markus Kurze, Medienpolitiker aus Sachsen-Anhalt, laut der Zeitung. Gleiche Inhalte würden parallel ausgestrahlt und doppelt bezahlt. Damit werde "das ursprüngliche Ziel, durch die Doppelstruktur von ARD und ZDF Meinungsvielfalt abzubilden" nicht mehr erreicht. Auch bei den lokalen dritten Programmen fordert die CDU Reformen. Diese seien zwar ein "wichtiger Garant für Meinungsvielfalt. Dort entstünden Nähe und unterschiedliche Perspektiven", kleine Anstalten sollten sich jedoch mit größeren zusammentun. Der zum 1. Dezember 2025 in Kraft getretene Rundfunkstaatsvertrag, der weitreichende Änderungen und Einsparungen bei ARD, ZDF und Deutschlandradio vorsieht, geht den CDU-Politikern aus Sachsen und Sachsen-Anhalt nicht weit genug. Ihr Papier sei nun "ein Anstoß für den weiteren Reformprozess, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für die Zukunft fit zu machen", so Kurze.