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Putin bespricht Lage um Iran und im Nahen Osten mit Peseschkian und Netanjahu

Russlands Staatschef Wladimir Wladimirowitsch Putin hat die Lage in und um Iran sowie allgemein im Nahen Osten bei separaten Telefonaten mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dem Präsidenten Irans Massud Peseschkian erörtert, wie der Kreml-Pressedienst mitteilte. Zu Putins Gespräch mit Netanjahu heißt es auf der offiziellen Internet-Präsenz des Kremls: 

"Russlands Präsident Wladimir Putin telefonierte mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Besprochen wurden die Lage im Nahen Osten und die Situation um Iran."

Russlands Präsident rief dazu auf, Stabilität und Sicherheit in der Region auf diplomatischem Wege zu gewährleisten und die Bemühungen in diese Richtung zu intensivieren. Russland ist seinerseits bereit, im Dialog zu vermitteln und nach Möglichkeit alle an einer solchen Lösung interessierten Staaten mit einzubeziehen. Putin und Netanjahu vereinbarten zudem, die Kontakte auf unterschiedlichen relevanten Ebenen fortzusetzen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte später, der russische Präsident habe auch mit dem Präsidenten Irans, Massud Peseschkian, gesprochen. Peskow betonte, dass Putin erhebliche Anstrengungen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten unternehme.

Die Ergebnisse des Gesprächs mit Peseschkian wurden kurz im Anschluss bekannt gegeben. So informierte Irans Staatschef seinen russischen Kollegen über aktive Bemühungen der iranischen Führung, die Lage im Land zu stabilisieren. Russland wie der Iran treten solidarisch und konsequent für eine baldestmögliche Deeskalation der Lage sowohl um Iran als auch in der gesamten Nahost-Region und die Lösung jetziger wie künftiger Probleme ausschließlich mit politisch-diplomatischen Mitteln ein, hielten beide Seiten fest.

Bekräftigt wurde zudem die Ausrichtung Russlands wie Irans auf weitere Stärkung der bilateralen strategischen Partnerschaft – sowie auf die praktische Umsetzung gemeinsamer wirtschaftlicher Projekte in verschiedenen Bereichen.

Im vergangenen Jahr kam es in der Islamischen Republik Iran infolge der Abwertung des iranischen Rial zu Protesten. Dies wirkte sich auf Groß- und Einzelhandelspreise aus und führte zu starken Wechselkursschwankungen.

Seit dem 8. Januar 2026 haben sich die Demonstrationen verschärft. Auslöser war Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien: Er rief zum Generalstreik und zur Besetzung strategisch wichtiger Straßen und Gebäude auf und bat US-Präsident Trump um Vermittlung.

In einigen Städten eskalierten die Proteste zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften und wurden von Parolen gegen das politische System begleitet. Es gab Berichte über Opfer auf beiden Seiten. Der Internetzugang ist landesweit mit einer gemessenen Konnektivität von unter einem Prozent weitestgehend unterbrochen. Irans Präsident Massud Peseschkian versprach der Bevölkerung, die Wirtschaftsreformen fortzusetzen und die entstandenen Probleme zu lösen. Er beschuldigte die USA und Israel, die Unruhen angezettelt zu haben, und rief die Bürger auf, zu Gegendemonstrationen auf die Straße zu gehen, um zu verhindern, dass Radikale Iran ihre Forderungen aufzwingen. CNN hatte mit Verweis auf US-Beamte bekannt gegeben, dass Trump in den letzten Tagen über mehrere mögliche Optionen einer Intervention in Iran informiert wurde. Darunter fallen unter anderem neue Sanktionen gegen das Land sowie Cyberangriffe gegen iranische Militär- und Regierungseinrichtungen, die Teheran die Unterdrückung der Straßenunruhen erschweren sollen. Die Pressesekretärin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sprach von Luftangriffen gegen Iran als "einer von vielen, vielen Optionen", die Trump ins Auge fasse – doch Diplomatie sei "stets die Option Nummer eins für den Präsidenten".

Damaligen Medienberichten zufolge soll kurz vor Beginn der Proteste in Iran Israel mit Russland als Vermittler Teheran zugesichert haben, keinen militärischen Erstschlag zu planen – und soll auch seinerseits solche Garantien von Iran auf demselben Wege erhalten haben. Teheran beschuldigt Tel-Aviv dennoch, die Proteste in Iran zusammen mit Washington angefacht zu haben.

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