Einer ereignisarmen ersten Hälfte gegen Union folgte eine Leistungssteigerung der Augsburger. Am Ende wurde es dramatisch. Dem FC Augsburg ist der Befreiungsschlag zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde kurz vor Schluss entrissen worden. Die Mannschaft von Manuel Baum führte in einem überwiegend ereignisarmen Spiel lange gegen den 1. FC Union Berlin , am Ende trotzten die "Eisernen" dem FCA in Unterzahl aber doch noch ein 1:1 (1:0) ab. Aufseiten der Augsburger traf Alexis Claude-Maurice per Traumtor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45. Minute +6). Union sicherte sich durch Joker Marin Ljubičić das Remis. Für Berlins Derrick Köhn endete der Abend derweil bitter: Der 26-Jährige kassierte in der 89. Minute wegen gefährlichen Spiels die Rote Karte. Der FCA bleibt mit 15. Punkten auf Tabellenplatz 15. Union Berlin beendete die erste Saisonhälfte einen Tag nach der verkündeten Vertragsverlängerung mit Trainer Steffen Baumgart mit 23 Zählern auf Rang neun. So lief das Spiel Die kreativste Aktion vor 27.267 Zuschauern in der Augsburger Arena war in einem uninspirierten Fußballspiel zunächst ein Fan-Protest. Aus dem FCA-Block flogen nach einer halben Stunde Flummis auf den Rasen, die zu einer mehrminütigen Unterbrechung führten. Wegen der ungewohnten Ansetzung der Partie am Donnerstagabend protestierten die Augsburger Anhänger gegen "zerstückelte Spieltage" in der Bundesliga . So stand es auf einem Banner. Als die Gegenstände weggeräumt waren, meldete sich der bis dahin sichtlich verunsicherte FCA im Spiel an – und zwar über Standards. Kapitän Keven Schlotterbeck köpfte nach der ersten Ecke des Spiels von Claude-Maurice aber noch zu zentral auf das Berliner Gehäuse und Torwart Frederik Rönnow (45.2). Kurz danach kam der große Moment des 27-jährigen Claude-Maurice. Praktisch aus dem Stand knallte der Franzose den Ball sehenswert ins Tor. Alle im Stadion staunten über diesen Schuss, FCA-Coach Manuel Baum stürmte jubelnd auf den Rasen. "Ich hoffe, dass dieses Tor für alle im Stadion ein Wachmacher ist", sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in der Halbzeitanalyse als Experte beim Pay-TV-Sender Sky. Das Niveau nahm nicht groß zu. Aber die Augsburger spielten – beflügelt vom Führungstor – nun mit mehr Selbstbewusstsein und Haltung auf. Was fehlte, war das zweite Tor, das Anton Kade bei einem Konter auf dem Fuß hatte. Der Jungstar scheiterte aber an Torwart Rönnow (60). Der Schock des Ausgleichs traf die Gastgeber dann in der Nachspielzeit.