Ein Autofahrer fährt im Morgengrauen von der Arbeit nach Hause, als er plötzlich mit einem Tier auf der Straße kollidiert. Es ist kein klassischer Wildunfall. Im niedersächsischen Schiffdorf ist am Mittwoch eine Robbe bei einem Verkehrsunfall getötet worden. Das Tier hatte sich aus bisher ungeklärter Ursache auf eine Landstraße verirrt – fernab vom Meer. "Ein solcher Unfall ist so noch nie passiert", erklärte ein Polizeisprecher aus Cuxhaven t-online. "Ich habe recherchiert und bundesweit keinen vergleichbaren Fall gefunden", betonte er. Der Fahrer sei gegen 7.45 Uhr nach seinem Nachtdienst auf dem Weg nach Hause gewesen, als er plötzlich mit dem Tier kollidierte, schilderte der Sprecher. Auf der Straße liege die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 70 Kilometern pro Stunde. "Viel schneller kann er also nicht unterwegs gewesen sein", so der Sprecher zu t-online. Vollsperrung und Millionenschaden: Windrad-Schwertransport geht kolossal schief "Körperliche und seelische Erschöpfung": Crans Montana – Eltern von Kellnerin widersprechen Bar-Betreibern Fahrer war "sehr verwundert" Durch den Zusammenstoß wurde das Tier tödlich verletzt und verendete noch auf der Straße. Der Fahrer überstand die Kollision dagegen unverletzt. "Er war lediglich sehr verwundert über das, was gerade geschehen war", erklärte der Polizeisprecher. Auch sein Auto blieb unbeschädigt. Wie die Polizei in einer Mitteilung erklärte, sei noch unklar, wie das Tier nach Schiffdorf gelangen konnte. Die Gemeinde liegt mehrere Kilometer abseits der Wesermündung in die Nordsee . Die Beamten vermuten, dass das Tier über einen Nebenfluss der Weser so weit ins Landesinnere vordringen konnte. Aktuell seien dort "sehr hohe Wasserstände durch Tauwetter", hieß es in der Mitteilung. Das Tier wurde nach dem Unfall ins Lebensmittel- und Veterinärinstitut nach Oldenburg gebracht, berichtete der NDR . Dort soll es nun näher untersucht werden.