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Tief "Gunda": Vereinzelt Glatteis-Gefahr im Osten

Stern 

Während sich andernorts die Lage entspannt, müssen sich Menschen in Teilen Ostdeutschlands am Morgen auf glatte Straßen einstellen.

Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten. Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen. Zuvor war im Osten und Nordosten im Laufe der Nacht vielfach Regen in gefrierenden Regen übergegangen. Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen Glätte-Unfällen.

Glätte verlagert sich nach Osten

Im Westen Deutschlands entspannte sich die Lage, da mildere Luft von Westen ins Land zog. Zuvor hatte starker Regen auf den gefrorenen Böden für gefährlich glatte Straßen gesorgt. Noch am Montag war es zu etlichen Unfällen auf glatten Straßen gekommen. Bei Lichtenfels in Oberfranken etwa war es am Abend zu einer Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen gekommen, 13 Menschen wurden verletzt. Wenige Stunden zuvor starb bei einem schweren Unfall auf der A6 bei Nürnberg ein Mensch in einem brennenden Auto. Ein Lkw war ins Schlingern geraten und mit dem Wagen zusammengestoßen. 

In der Nacht war die A9 bei Bayreuth nach neun Unfällen in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. Alle Spuren sollten vor dem Berufsverkehr wieder frei sein.

Verantwortlich für die Glätte ist Tief "Gunda", das von Westen her zunächst Schnee und später Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert. 

Notaufnahmen zuletzt extrem belastet

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm "Elli" vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch. "Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der "Rheinischen Post". "Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen."

Am kältesten war es in diesem Jahr laut vorläufiger Daten des DWD in Oberstdorf im Allgäu. Dort zeigte das Thermometer am 6. Januar eine Temperatur von minus 21,7 Grad an, wie es auf Nachfrage der dpa hieß.

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