Zum 83. Mal wurden in Beverly Hills die Golden Globes vergeben. Wer bei der Verleihung jubeln durfte und nun auch als Oscar-Favorit gilt. Der Film "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao über die Shakespeare-Familie hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Der Politthriller "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson holte den Golden Globe in der Sparte "Komödie/Musical". Das Drama "Hamnet" setzte sich unter anderem gegen "Frankenstein", "Ein einfacher Unfall" und "Sentimental Value" durch. Der Shakespeare-Film wurde bei den Golden Globes mit dem Preis für das beste Drama ausgezeichnet. Das Familiendrama der Regisseurin Chloé Zhao war mit sechs Nominierungen ins Rennen gegangen. Hauptdarstellerin Jessie Buckley erhielt für ihre Darstellung von Shakespeares Frau den Golden Globe für die beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Drama. Viel Haut bei den Golden Globes: Stars setzen auf transparente Stoffe und tiefe Ausschnitte Die Australierin Rose Byrne setzte in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie" mit ihrer Darstellung einer Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, in der Tragikomödie "If I Had Legs I'd Kick You" gegen ihre Konkurrentinnen durch. Der US-Schauspieler Timothée Chalamet wurde für seine Rolle in dem Film "Marty Supreme" ausgezeichnet, in dem er als ambitionierter Tischtennisspieler in den 1950er-Jahren brilliert. Der Regisseur des Films, Paul Thomas Anderson, gewann dagegen den Golden Globe für die beste Regie. Der ebenfalls nominierte iranische Regisseur Jafar Panahi ging dagegen leer aus, in seinem Film "Ein einfacher Unfall" geht es um das Leben von einstigen politischen Gefangenen im Iran . Zuvor waren als beste Nebendarsteller die US-Schauspielerin Teyana Taylor für ihre Rolle in "One Battle After Another" sowie der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård für seine Darstellung eines von seinen Töchtern entfremdeten Regisseurs in dem norwegischen Familiendrama "Sentimental Value" ausgezeichnet worden. Golden Globes: Deutsche gehen leer aus Das Drama "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hatte es nicht auf die Nominiertenliste geschafft. Der Film um vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben, ist Deutschlands Kandidat für die 98. Oscar-Verleihung im März. Deutsche Hoffnungen wurden bei den Golden Globes diesmal enttäuscht. Chancen hatten Filmkomponist Hans Zimmer mit seiner Musik für den Rennsportfilm "F1" und der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter mit seiner Untermalung des Dramas "Hamnet". Doch der Globe für die beste Filmmusik ging an den Schweden Ludwig Göransson für den Soundtrack des Films "Blood & Sinners". Hier die wichtigsten Gewinner im Überblick: Bester Film – Drama: "Hamnet" Bester Film – Musical oder Komödie: "One Battle After Another" Bester Film – Animiert: " KPop Demon Hunters" Bester Film – Nicht-englischsprachig: "The Secret Agent" Beste Regie: Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another" Beste Darstellerin – Drama: Jessie Buckley für "Hamnet" Bester Darsteller – Drama: Wagner Moura für "The Secret Agent" Beste Darstellerin – Musical oder Komödie: Rose Byrne für "If I Had Legs I'd Kick You" Bester Darsteller – Musical oder Komödie: Timothée Chalamet für "Marty Supreme" Beste Nebendarstellerin: Teyana Taylor für "One Battle After Another" Bester Nebendarsteller: Stellan Skarsgård für "Sentimental Value" Bestes Drehbuch: Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another" Beste Musik: "Blood & Sinners" Bester Song: "Golden" aus "KPop Demon Hunters" B este Serie – Drama: "The Pitt" Beste Serie – Musical oder Komödie: "The Studio" Beste Miniserie, Anthologie-Serie oder TV-Film: "Adolescence" Beste Schauspielerin – Drama-Serie: " Rhea Seehorn für Pluribus - Glück ist ansteckend" Bester Schauspieler – Drama-Serie: "Noah Wyle für "The Pitt" Beste Schauspielerin – Musical- oder Comedy-Serie: Jean Smart für "Hacks" Bester Schauspieler – Musical- oder Comedy-Serie: Seth Rogen für "The Studio" Beste Schauspielerin – M iniserie, Anthologie-Serie oder TV-Film: Michelle Williams für "Dying for Sex" Bester Schauspieler – Miniserie, Anthologie-Serie oder TV-Film: Stephen Graham für "Adolescence" Mit dem Globe-Sieg dürften "One Battle After Another" und "Hamnet" nun ihre Oscar-Chancen weiter verbessert haben. Die Abstimmung über die Oscar-Nominierungen beginnt am Montag, gleich nach Globe-Nacht. Mehr als 10.000 Mitglieder gehören der Oscar-Akademie an, damit stimmen deutlich mehr Juroren als bei dem kleinen Globe-Verband mit rund 400 Journalisten und Journalistinnen aus aller Welt ab. Die Anwärter für Hollywoods höchsten Preis werden am 22. Januar verkündet. Die 98. Oscar-Verleihung soll dann am 15. März über die Bühne gehen.