Minustemperaturen, Frost und Glatteis. Das aktuelle Winterwetter setzt Deutschland zu. Vor allem im Verkehr macht sich das bemerkbar. Glatte Straßen haben in Deutschland am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag vielerorts zu Unfällen geführt. Betroffen waren sowohl Lkw- als auch Autofahrer. Das Winterwetter hat Deutschland weiter fest im Griff . Der DWD hat amtliche Warnungen ausgerufen. Die Folgen zeigen sich auf den Straßen. So kam es etwa in Gehrde in Niedersachsen zu einem schweren Autounfall. Wie die Polizei mitteilte, war das Auto eines Mannes von der Fahrbahn abgekommen und daraufhin gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die Beamten wurden am frühen Morgen zur Unfallstelle gerufen. Aktuell sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Als Unfallursache könne Glätte nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Krankenhaus warnt vor Schneesturm : "Wir rechnen mit Schädel-Hirn-Traumata" Bombenzyklon bringt Schneeorkan: Jetzt kommt die Eiswand Auch mehrere Lkws in Unfälle entwickelt Auch in Rheinland-Pfalz forderten glatte Straßen ihren Tribut. Allein im Landkreis Bernkastel-Wittlich gab es drei witterungsbedingte Unfälle. Laut Angaben der Polizei waren auch hier starker Schneefall und Glätte die Ursache. So kamen auf einer Kreisstraße bei Gornhausen in der Nacht zum Donnerstag zwei Autos unabhängig voneinander an derselben Stelle von der Straße ab. Die Autos der 22 und 38 Jahre alten Fahrer stießen anschließend zusammen und konnten nicht mehr weiterfahren. Auf einer Bundesstraße im Landkreis Bernkastel-Wittlich kam es dagegen zu einem Auffahrunfall. Ein 29-jähriger Mann wollte in einer Haltebucht anhalten und rutschte dabei in einen geparkten Lkw. Er und seine beiden 21 und 22 Jahre alten Begleiter wurden verletzt. Der bei den drei Unfällen entstandene Sachschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt. In Niedersachsen machte sich das widrige Wetter ebenfalls auf den Straßen bemerkbar. Am Mittwochabend musste die Bundesstraße 213 voll gesperrt werden, nachdem es zu einem Unfall mit zwei Lkws und einem Auto gekommen war. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der 61 Jahre alte Fahrer eines Lastwagens auf glatter Straße auf einen vorausfahrenden Sattelzug mit Gefahrgut auf. Daraufhin geriet das Fahrzeug des 61-Jährigen in den Gegenverkehr und prallte dort mit dem Auto eines 74-jährigen Fahrers zusammen. Das Auto kam von der Straße ab und landete im Straßengraben. Die beiden Lkw-Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Gefahrstoffe traten nicht aus. "Glück im Unglück!" Neben Menschen erwischt das Winterwetter auch Tiere kalt. Wie die Feuerwehr in Bremen mitteilte, musste sie am Mittwochnachmittag zum Werdersee ausrücken, nachdem ein Hund gegen 15 Uhr auf dem nur teilweise zugefrorenen See ins Wasser geraten war. Das Tier konnte sich daraufhin nicht mehr selbst ans Ufer retten. Ein Feuerwehrmann konnte den stark unterkühlten Hund an Land bringen. Nach einem kurzen Besuch in der Tierklinik geht es dem Hund nun aber wieder gut. "Glück im Unglück!", resümierte die Feuerwehr Bremen in ihrer Mitteilung. Der Deutsche Wetterdienst hat auch für Donnerstagvormittag eine Warnung vor Glätte ausgesprochen. In großen Teilen des Landes gilt es, Vorsicht walten zu lassen, vor allem im Straßenverkehr . Autofahrer werden gebeten, ihr Verhalten im Straßenverkehr anzupassen.